Heißes Sommerwetter ist schön – mitunter schön gefährlich
Die Sonne gesund genießen

(Foto: Fotolia)
 
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Sonnengebräunte Haut, ein dunkler Teint sind Zeichen von Lebenskraft, Gesundheit und Attraktivität. Verlockend ist es da, ausgiebige Sonnenbäder zu genießen – eben ganz einfach und entspannt zu schönem Aussehen. Doch wer seine Haut bereits einige Minuten ungeschützt Sonnenstrahlen aussetzt, tut ihr nichts Gutes, im Gegenteil: gefährdet sie. Im schlimmsten Fall droht ein Hautkrebs.

Verdächtig: „Hässliches Entlein“


Hautkrebs ist tückisch, denn diese bösartige Wucherung der Hautzellen verursacht zu Beginn keine Beschwerden, umso wichtiger ist es, erste Anzeichen wie Hautveränderungen zu erkennen und von einem Arzt abklären zu lassen. Der gefährliche schwarze Hautkrebs entwickelt sich nur selten aus bereits bestehenden Muttermalen, vielmehr entsteht dieser auf vorher unveränderter Haut – ein Warnzeichen: Der betreffende Fleck ist anders als andere, sticht quasi auffällig aus dem Hautbild heraus, Experten sprechen in diesem Zusammenhang von dem Bild eines „hässlichen Entleins“.

UV-Licht schädigt DNS


Hauptursache für Hautkrebs ist das UV-Licht der Sonne, dieses schädigt die DNS, was wiederum zur Folge hat, dass Zellen zwar nicht absterben, aber entarten und zu wuchern beginnen. Grundsätzlich lässt sich der Hautkrebs in zwei verschiedene Arten einteilen: den schwarzen und den hellen Hautkrebs. Der schwarze Hautkrebs, auch Melanom genannt, entsteht, wenn Pigmentzellen der Haut entarten. Der helle Hautkrebs wird unterteilt in das Basalzellkarzinom (charakteristisch hierfür sind kleine Äderchen auf glänzender Hautoberfläche) und das Stachelzellkarzinom mit einer typisch warzenähnlichen Oberfläche.

Hautkrebs durch Erbanlagen


Untersuchungen zeigen, dass sich bei Männern Melanome häufig auf dem Rücken und bei Frauen an den Beinen finden. An Nase, Stirn und Ohren, also an Stellen, die vermehrt dem Sonnenlicht ausgesetzt sind, entsteht hingegen häufiger der helle Hautkrebs. Zu glauben, wer Sonnenlicht meidet, kann keinen Hautkrebs bekommen, liegt falsch. Denn auch entsprechende Erbanlagen können zu einer Erkrankung führen.

Entscheidend: Früherkennung


Die Früherkennung ist wie bei allen Krebsformen auch beim Hautkrebs der entscheidende Faktor für den Heilungserfolg. Bei nicht metastasierten schwarzem Hautkrebs ist die Prognose sehr günstig, wenn dieser entdeckt wird, bevor er eine Dicke von einem Millimeter in der Hautschicht erreicht hat. Die Chancen auf eine vollständige Heilung ist sehr gut, wenn ein Arzt den schwarzen Hautkrebs in diesem Stadium entfernt. Die Prognose verschlechtert sich, wenn der Krebs bereits Metastasen etwa in Haut, Lymphknoten oder Knochen gebildet hat. Weil der helle Hautkrebs selten Metastasen bildet, sind die Aussichten auf vollständige Heilung bei dieser Form noch besser.

Richtig cremen
Viele Menschen cremen sich nur im Urlaub ein, zuhause allerdings wird dieser hoch wirksame Hautschutz allzu gerne vernachlässigt. Ein großer Fehler, denn auch in unseren Breiten hat die Sonne im Sommer eine gewaltige Kraft. An heißen Tagen ist es zwingend notwendig, sich einzucremen. Wichtig ist es, seinem Hauttyp entsprechend einzucremen. Je heller der Hauttyp, desto höher der Lichtschutzfaktor. Unterschieden werden vier Hauttypen:

Hauttyp 1 zeichnet sich durch helle Haut mit Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue bis grüne Augen aus. Ein Sonnenbrand stellt sich bei ihm nach etwa fünf bis zehn Minuten Mittagssonne im Sommer ein.

Hauttyp 2 hat helle Haut und blonde Haare, dazu blaue oder grüne Augen. Zum Sonnenbrand kommt es bei ihm nach etwa zehn bis 20 Minuten.

Hauttyp 3 hat mittelhelle Haut, dunkle Haare und braune Au-gen. Sonnenbrandgefahr besteht nach etwa 20 bis 30 Minuten Aufenthalt in der Sonne.

Hauttyp 4 hat dunkle Haut, schwarze oder braune Haare und braune Augen. Sonnenbrandgefahr besteht hier nach etwa 40 Minuten.
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