So schmeckt der Sommer
Gesund grillen

(Foto: Fotolia)
 
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Grillen – das gehört einfach zum Sommer dazu! Wenn an lauwarmen Abenden herrliche Aromen in der Luft liegen, Rauchwolken über den Rost hinwegziehen während darauf leckere Spezialitäten bruzzeln … was gibt es Schöneres? Dabei ist Grillen weitaus gesünder, als sein Ruf. Wenn man einige Punkte beachtet.

Von wegen: Grillen ist ungesund, weil alle möglichen krebserregenden Substanzen entstehen, wenn fettes Fleisch über heißer Kohle gegrillt wird. Im Gegenteil. Grillen an sich ist eine der fettärmsten Zubereitungsarten überhaupt, denn man braucht dafür gar kein Fett. Es können allerdings schädliche Stoffe entstehen, wenn Fett, Fleischsaft oder Marinade auf die Glut tropfen. Diese so genannten Benzpyrene steigen mit dem Rauch auf, lagern sich aber auch am Grillgut ab. Sehr gut vermeiden lässt sich dies, wenn man Fettauffangschalen aus Aluminium verwendet – besonders fettes Fleisch oder in Öl marinierte Lebensmittel können zuerst in Alufolie gegart und nur zum Schluss kurz auf dem offenen Rost nachgegrillt werden.

Das Fleisch macht den Unterschied


Der Griller hat es selbst in der Hand, was auf seinen Rost kommt. Generell ist es besser, auf Spare-Rips und Grillfackeln zu verzichten, vielmehr auf Hühnchen ohne Haut, Rindersteaks, Schweineschnitzel oder Kalb zu setzen. Diese Fleischsorten haben hochwertiges Eiweiß, sind also gut für Muskelaufbau und weniger Dickmacher. Es empfiehlt sich, auf fertig eingelegtes Fleisch zu verzichten, weil die oft ungesunden Marinaden das Fleisch überdecken. Außerdem schränkt es die eigene Kreativität zum Marinieren und Verfeinern des Grillguts ein.

Fisch ideal zum Grillen


Aber warum müssen es eigentlich immer Fleisch und Würste sein? Fisch wie beispielsweise Lachs oder Forelle eignen sich hervorragend zum Grillen! Wichtig ist nur, den Fisch nicht zu lange auf den Rost zu legen. Mit einer Fischzange lässt sich der Lachs oder die Forelle sehr gut wenden, ohne dass der Fisch zerfällt. Sehr schmackhaft ist Fisch in Kombination mit Gemüse, einfach zusammen in einer eingefetteten extrastarken Alu-Folie oder auf Alu-Grillschale garen – dies gewährleistet, dass mehr Nährstoffe erhalten bleiben. Zum Würzen empfiehlt sich zum Beispiel Meersalz.

Veggie-Griller
Das meiste Gemüse eignet sich hervorragend zum Grillen – vor allem in Kombination mit Käse, Brot, Sojaprodukten wie Tofu und verschiedenen Saucen und Dips. Verschiedene Obstsorten sind frisch gegrillt eine wahre Delikatesse. Wichtig ist, die Früchte, den Käse und das Gemüse nicht direkt in die Mitte des Grills zu legen, da diese hitzeempfindlicher sind als Fleisch. Es empfiehlt sich, das vegetarische Grillgut an den Rand des Rostes oder in eine Grillschale zu legen. Ein heißer Tipp: Wer das Grillgut vorher mit Öl bepinselt stellt sicher, dass dieses beim Rösten nicht festklebt. Dafür eignet sich am besten hitzestabiles Pflanzenöl wie Sesam- oder Olivenöl.

Gemüse, immer wieder Gemüse


Gemüse bleibt bei vielen Grillern leider oftmals außen vor, dabei lässt sich das gesunde Grün wunderbar garen und speziell zubereiten. Beispiel Maiskolben und Kartoffeln: Nach dem Grillen die Maiskolben einfach mit Butter bestreichen, zum Würzen reicht Salz. Dann von beiden Seiten Zahnstocher in den Kolben stecken, das macht das Abknabbern einfacher und niemand verbrennt sich die Finger an den heißen Maiskolben. Ein Tipp: Werden Maiskolben und Kartoffeln vorgegart, verkürzt sich die Grillzeit.

Obst auf den Grill?


Obst auf den Grill!Als Grill-Nachtisch bietet sich hervorragend Obst an. Einfach verschiedene feste Fruchtstücke auf Spieße stecken und auf den Grill legen. Zum Verfeinern die Spieße danach mit etwas Honig bestreichen und samt Eis servieren.

Lecker: Schafkäse-Tomaten-PäckchenWer braucht da noch Fleisch und Würste vom Grill? Eine gesunde und leckere Spezialität vom Grill sind Schafkäse-Tomaten-Päckchen – und die gehen so:

Den Schafskäse abtropfen lassen. Tomaten abspülen, den Stielansatz herausschneiden und die Tomaten in Scheiben schneiden. Lauchzwiebeln putzen, abspülen und in etwa 10 cm lange Stücke schneiden. Basilikum eventuell abspülen und trocken tupfen, die Blättchen von den Stielen zupfen.

Auf 2 größere Stücke Alufolie (etwa 30 x 30 cm) in gleicher Größe Back- oder Pergamentpapier legen. Lauchzwiebeln, Tomaten, Basilikum und Käse darauf verteilen. Pfeffer auf den Käse streuen. Zum Schluss Olivenöl darüberträufeln. Päckchen gut verschließen und auf den heißen Grillrost legen.Ohne Deckel, also bei direktem Garen, dauert es etwa 20 Minuten, im Kugelgrill etwa 10 Minuten. Am besten sofort heiß servieren.
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