200 Seiten zeigen, wie aus Fußballfans gemeinnütziger Verein wird
"Retter gesucht"

Michael Sporrer mit der Namensgeberin seines Vereins: Wegen Anja Roith initiierten er und seine Mitstreiter den Verein "Hilfe für Anja". Dessen Geschichte hat er auf 200 Seiten niedergeschrieben. Ein erstes Exemplar gab er an Anja weiter. Bild: Fürk
Kirchenthumbach. (ü) Der Zeitpunkt passt. Zum 15-jährigen Bestehen von "Hilfe für Anja" legt Vorsitzender Michael Sporrer ein Buch vor: "Lebensretter gesucht - Der gemeinsame Weg in ein neues Leben". Auf 200 Seiten schildert er, wie sich eine Gruppe Fußballfans zu einem gemeinnützigen Verein entwickelte, der das Ziel verfolgt, Leben zu retten.

"Hilfe für Anja" gelang es, Menschen zu begeistern, sich für die weltweite Datenbank registrieren zu lassen. Sporrer erzählt, wie es dazu kam, mit allen positiven und traurigen Momenten. Zum Schluss schildern Gastautoren ihre Erfahrungen mit dem Verein. Anjas Mutter Elisabeth Roith beschreibt den Leidensweg ihrer Tochter. Die zweimalige Knochenmarkspenderin Christiane Hörl aus Tremmersdorf berichtet von der Begegnung mit dem Patienten, dem sie das Leben gerettet hat. Melanie Salamon schildert die andere Seite: Die Nürnbergerin erzählt wie es ist, mit 25 zu erfahren, dass man schwer krank ist, und wie froh sie über "Hilfe für Anja" war.

Sporrers Erinnerungen beginnen in der Club-Fankurve. Jeden Samstag zog es ihn und seine Freunde zum FCN, bis ein kleines Mädchen es schaffte, den Fußball an die zweite Stelle zu drängen. Aus der Aktion "Clubfans helfen Anja" entwickelte sich "Hilfe für Anja". Vereinszweck ist es, Typisierungsaktionen für Knochenmarkspender zu finanzieren und zu organisieren. Sporrer erinnert sich an die Euphorie, plötzlich Gutes zu tun, aber an daran, ständig mit dem Tod konfrontiert zu sein. Dies habe die Mitglieder stark belastet. Einen Höhepunkt erlebte "Hilfe für Anja" im Jahr 2011, als der ursprüngliche Vereinszweck erfüllt war: Anja hatte einen Spender gefunden.
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