50er-Jahre-Filmstar
Ruth Leuwerik gestorben

Ruth Leuwerik 2004 im Stadttheater in Münster vor Fotografien aus ihren Filmen. Archivbild: dpa

„Die Trapp-Familie“ ist einer der bekanntesten Heimatfilme der 50er Jahre: Ruth Leuwerik war der Star darin. Nun ist die Schauspielerin im Alter von 91 Jahren gestorben.

München. (dpa) Die Schauspielerin Ruth Leuwerik ist am Dienstag im Alter von 91 Jahren in München gestorben. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus dem Umfeld der Familie. Mit starken Frauenrollen wurde sie in den 50er Jahren zum Vorbild einer ganzen Generation.

Großen Erfolg hatte Leuwerik mit dem Kinofilm „Die Trapp-Familie“ über eine junge Nonne, die sich um die Kinder eines verwitweten Barons kümmert. In den 60er Jahren zog sich die Schauspielerin mehr und mehr aus dem Filmgeschäft zurück.
Mit ihrem Filmpartner Dieter Borsche galt Leuwerik in den 50ern als Traumpaar des deutschsprachigen Kinos, neben Stars wie Maria Schell und O.W. Fischer oder Romy Schneider und Karlheinz Böhm.

Leuwerik wurde 1924 in Essen als Tochter eines Kaufmanns geboren. 1947 begann sie ihre Karriere am Theater, 1953 gelang ihr der Durchbruch beim Film. Leuwerik spielte in Komödien, Melodramen und Literaturverfilmungen mit – etwa in „Königliche Hoheit“ oder „Die ideale Frau“. In „Rosen im Herbst“ war sie als Fontanes Ehebrecherin Effi Briest zu sehen.

Wichtige Filme mit Ruth Leuwerik«Vater braucht eine Frau» an der Seite von Dieter Borsche (1952)
«Muss man sich gleich scheiden lassen?» (1953) mit Hardy Krüger; außerdem im selben Jahr «Königliche Hoheit» (wieder mit Borsche) sowie «Geliebtes Leben» und «Ein Herz spielt falsch».
«Ludwig II: Glanz und Ende eines Königs» (1955) mit O.W. Fischer als bayerischer König Ludwig und Leuwerik als Kaiserin Elisabeth von Österreich; außerdem im selben Jahr «Rosen im Herbst» - eine «Effi Briest»-Romanverfilmung nach Theodor Fontane.
«Die Trapp-Familie» (1956) und «Die Trapp-Familie in Amerika» (1958) - der Stoff über die Musik und Liebe einer angehenden Nonne, die zur Stiefmutter und Baronin wird, wurde später in den USA als «The Sound of Music» (deutscher Titel: «Meine Lieder - meine Träume») mit Julie Andrews verfilmt.
«Königin Luise» (1957) an der Seite von Dieter Borsche
«Die ideale Frau» (1959) neben Martin Benrath und Boy Gobert
«Die Rote» (1962) nach dem Roman und Drehbuch von Alfred Andersch
«Das Haus in Montevideo» (1963) an der Seite von Heinz Rühmann nach dem Stück von Curt Goetz
«Und Jimmy ging zum Regenbogen» (1971) an der Seite von Horst Tappert, Alain Noury und Doris Kunstmann nach dem Roman von Johannes Mario Simmel
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