Altköslarn: 74 Einwohner und sechs Geburten
Wo die Kinderlein kommen

Die Altköslarner Mutter-Kind-Gruppe (von links): Jasmin Manze mit Felix und Bruder Nico, Aneta Grabenbauer mit Lara, Julia Manze mit Luisa, Eva Hörl mit Elias, Sandra Thaller mit Sophia und Kathrin Stangl mit Ben. Bild: hwk

Demografischer Wandel was ist das? Die Altköslarner brauchen vor dem Schreckensbegriff keine Angst haben - zumindest, wenn die Geburtenrate bleibt wie 2014.

Das kleine Dorf hat 74 Einwohner, 15 Häuser und 2014 sechs Geburten: Felix, Luisa, Elias, Sophia, Ben und Lara kamen in diesem Jahr zur Welt. "Abgesprochen war das nicht", sagen die jungen Mütter bei der gemeinsamen Kaffeerunde. Es habe sich einfach so ergeben. Die Runde gehört mittlerweile zum festen Terminplan der jungen Frauen. Hier können sie sich austauschen und über Erfahrungen mit dem Nachwuchs reden. Ob bei gemeinsamen Spaziergängen oder beim Frühstückstreff - das Miteinander macht vieles leichter.

Los ging der Kinderreigen am 18. Januar mit Felix, dem Sohn von Jasmin und Florian Manze. Ihm folgte am 8. März Luisa die Tochter von Julia und Daniel Manze. Am 29. April bekamen Eva und Matthias Hörl ihren Elias. Es folgte Sophia, die Tochter von Sandra und Michael Thaller am 5. Juni. Am 4. Juli kam Ben als Sohn von Kathrin und Michael Stangl hinzu. Lara Grabenbauer von Aneta und Richard Grabenbauer setzte am 7. Oktober den Schlusspunkt - bis jetzt.

Wenige Tage vor Weihnachten ist die Freude an den Kindern besonders groß - schließlich ist es das erste Fest mit dem Nachwuchs. Die gute Stimmung überträgt sich auch auf die anderen im Dorf am Rande des Hessenreuther Walds.

Die Gegend ist ein gutes Pflaster für junge Eltern: "Wir fühlen uns hier sehr wohl", sind sich die Mütter einig. Vom Leben in der Stadt wollen alle nichts wissen. Dies betont vor allem Aneta Grabenbauer, die bis vor kurzen in Freudenstadt im Schwarzwald lebte und deshalb gut vergleichen kann. "Die Gemeinde macht für die Familien und für ein freundliches Umfeld sehr viel", stellt sie heraus.

"Ob die 200 Euro Begrüßungsgeld für Neugeborene, Windelsäcke oder der Kindergartenbus." Ruhe und tolle Landschaft mit ihren Wanderwegen finden ebenfalls alle großartig. "Unsere Kinder können hier behütet aufwachsen, hier gibt es nicht die Probleme wie in einer Großstadt."

Noch besser dürften die Bedingungen werden, wenn der Bau des neuen Kinderspielplatzes am Dorfplatz abgeschlossen ist. "Unsere Männer werden sich engagieren, damit der Spielplatz sobald wie möglich fertig ist", erzählen sie. Ein herzliches Dankeschön richten sie auch an die Familie Grabenbauer, die die Fläche für den Spielplatz zur Verfügung gestellt hat. Ebenso bedanken sie sich bei der Gemeinde Kastl, die rund 10 000 Euro für Bau und Spielgeräte beisteuert.

Kastls Bürgermeister Josef Etterer freut sich ebenfalls über den Nachwuchs für seine Gemeinde. Die Gemeinde wolle ihr Möglichstes tun, es jungen Familien leichter zu machen. Wenn es in Altköslarn so weitergeht, kann er sich schon Gedanken über eine Schule für den Ort machen.
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