Angemerkt Die Magiedes Kinos

Kameras, Gespräche über den nächsten Dreh, klingelnde Handys, rote Teppiche, echte Stars und Möchtegern-Sternchen, über 400 Filme zwischen eigenwilligem Debakel und grandioser Kunst in allen erdenklichen experimentellen, genrehaften, dokumentarischen oder traditionellen Facetten - das ist die Berlinale. Zehn Tage befindet sich die Hauptstadt im Ausnahmezustand. Für jeden Kinoliebhaber und Filmwissenschaftler ein jährlich wiederkehrendes Happy End.

Dennoch sind die Cineasten in der Hauptstadt geteilter Meinung über das Festival. Die einen hängen an der Berlinale wie Zellu an loid, sehen Deutschlands größtes Filmfestival als Bereicherung für die Stadt und finden den Kurs, den Dieter Kosslick, Leiter der Berlinale, fährt, ziemlich gut. Andere hingegen werfen dem kleinen Mann mit Fliege und wirrem Haar vor, dass die Berlinale-Filme zu lahm, zu konform, zu oberflächlich, zu pseudointellektuell seien. Tja, genau wie auf der Berlinale in diesem Jahr in der Sektion Retrospektive die wunderbunten Technicolor-Filme im Blickpunkt stehen, ist auch die wunderbare Welt der Filmfestivals nicht schwarz-weiß.

Bei über 400 verschiedenen Filmen, hat die Berlinale wirklich für jeden etwas zu bieten. Aber es sind nicht bloß Filme. Denn dieses Festival, das den Potsdamer Platz Jahr für Jahr in eine rote Promi-Weide verwandelt, nimmt einen mit auf eine packende Reise durch Raum und Zeit. Das Mobil: der Kinosaal. Die Destination: der Film. Denn nur das Kino hat die Macht, in fremde Welten zu entführen. Erst herrschen Dunkelheit und Stille im Saal. Dann flimmert es auf der Leinwand. Der Trip beginnt. Man fällt hinein in die Handlung. Spürt, fühlt und erlebt die Geschichten, die andere für uns schreiben. Das ist Kino. Das ist die Magie des Kinos!

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