Ausstellung von Irene Fritz und Sabine Hannesen bei den Wurzer Sommerkonzerten
Geschichten für die Landkarten der Seele

Unter dem Titel "mind maps" zeigt Irene Fritz bei den Wurzer Sommerkonzerten Arbeiten aus den Jahren 2008 bis 2015. Bild: ske
Ihre Technik ist vielfältig, man kann sie nur schwer auf eine Arbeitsweise festlegen. Eitempera-, Aquarell- und Acrylfarben auf Karton, Papier, Holz, Rupfen, Leinen, Nessel und Holzkörpern auf, Linolschnitte, Zeichnungen oder Fotografien präsentiert Irene Fritz bei den Wurzer Sommerkonzerten im ehemaligen Marstall des historischen Wurzer Pfarrhofs.

Spannende Irritation

Ihre Arbeiten aus den Jahren 2008 bis 2015 geben unter dem Titel "mind maps" dem Konzertprogramm einen bunten Rahmen, auch wenn die Barockmusik des diesjährigen Musikprogramms gar keine optische Farbe nötig hätte. Bereichernd ist die Ausstellung allemal, so bekommen die Besucher nicht nur etwas zu hören, sondern auch zu sehen.

Die Bilder der Weidener Künstlerin bieten viel für das Auge. Allein schon die Titel sind eine spannende Irritation: "casas e muros", "african stills", "please", "under construction", "ausgetrickst" oder "there will be flowers" geben Rätsel auf. Fast wie auch manches kleine Bildmotiv: Immer wieder sieht man kleine Alltagsgegenstände, die unvermutet den Blick auf sich ziehen. Sie fordern zu Assoziationen heraus, scheinen für sich kleine Geschichten zu erzählen.

Gegenstand und Farbe

Der Betrachter denkt nach, sucht die Verbindung zu den zugrunde liegenden Farbflächen, forscht nach einer Verbindung zwischen Gegenstand und Farbe. Vielleicht findet er sie, vielleicht auch nicht. Irene Fritz sagt dazu: "Ich mag Dinge, Stillleben, manch ein Gegenstand gibt mir Anregung für ein Bild."

Mancher Gegenstand ist dann auch mit einer Erinnerung verbunden, die vielleicht nur sie selbst entschlüsseln mag. "Minds maps" also. Die Bilder geben Rätsel auf, "Jeder kann damit umgehen wie er will", betont sie. Irene Fritz malt keine Menschen, "ich male lieber die Gegenstände, die mit Menschen verbunden sind. Sie sagen viel über die Menschen aus, die sie benutzen."

Ihre Bilder, zeigen Symbole, sie sind Metaphern, erzählen bildhaft. "Ich liebe Lyrik und Kurzgeschichten, vielleicht sind meine Bilder kleine Kurzgeschichten." Jedes Bild erzählt eine eigene, kurze Geschichte, bildet eine eigene kleine Welt ab.

Im kleinen Galerieraum im historischen Pfarrhof Wurz werden außerdem Fotoarbeiten der Kunsthistorikerin und Germanistin Sabine Hannesen unter dem Titel "Lichtmalereien" präsentiert. Sie zeigen sich als Licht- und Farbentdeckungen in der Natur und Architektur. Prof. Dr. Heimo Ertl, pensionierter Akademiedirektor, Literaturwissenschaftler und Bildhauer aus der Nähe von Forchheim, sagt über ihre Arbeiten: "Sabine Hannesen gelingt es, das Licht des Wunderbaren im Augenblick festzuhalten."

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Die Ausstellungen sind bis zum 30. August jeweils bei den Konzerten zu besichtigen.
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