Batman, Superman, Captain America und der Joker kehrenauf die Leinwand zurück
Das startet 2016 in den Kinos

Leonardo DiCaprio nimmt mit seiner intensiven Darstellung des Hugh Glass in "The Revenant - Der Rückkehrer" den Oscar ins Visier. Trotz einiger Hauptrollen, in denen er brillierte, blieb ihm diese Auszeichnung bisher verwehrt. Bild: Twentieth Century Fox
Kultur DE/WELT
Deutschland und die Welt
08.01.2016
689
0

"Für eine Handvoll Dollar" gibt es im Kino bezaubernde Filme zu sehen. Doch bei all den Starts den Überblick behalten? Kein Problem. Wir machen euch ein Angebot, das ihr nicht ablehnen könnt. Wir sagen, was läuft. Egal ob "die üblichen Verdächtigen" oder cineastische Perlen.

Weil die Oscars am 28. Februar in Los Angeles verliehen werden, bringen die Verleiher ihre Favoriten in Amerika gegen Ende des Jahres in die Kinos. In Deutschland laufen sie meist mit ein paar Wochen Verzögerung. Das heißt aber auch, dass das Jahr 2016 mit einigen Krachern beginnt.

"The Revenant - Die Rückkehrer" (6. Januar) etwa. Der Streifen ist ein Meisterwerk und ist aktuell zu sehen. Regie führt Alejandro G. Iñárritu ("Birdman - oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit"), Kameramann ist der zweifache Oscar-Preisträger Emmanuel Lubezki ("Gravity", "Birdman"). Und für Leonardo DiCaprio könnte der langersehnte Oscar als bester Hauptdarsteller fällig werden. Schließlich sagte der Schauspieler in einem Interview, dass er 30 oder 40 Szenen benennen könne, die zu den schwierigsten seiner Karriere zählen. Dazu gehörte etwa, dass er in Tierkadavern schlief, durch eiskalte Flüsse watete und rohe Bisonleber aß. Im Film spielt DiCaprio den Abenteuer Hugh Glass, der sich an seinem ehemaligen Vertrauten John Fitzgerald (Tom Hardy) rächen will.


Magische Filme


Quentin Tarantino bringt mit "The Hateful Eight" (28. Januar) seinen zweiten Western nach "Django Unchained" auf die Leinwand. Coolness ist garantiert, wenn Kopfgeldjäger John "The Hangman" Ruth (Kurt Russel), dessen Gefangene Daisy Domergue (Jennifer Jason Leigh), der Anhalter Major Marquis Warren (Samuel L. Jackson), Deserteur Chris Mannix (Walton Goggins), der mysteriöse Mexikaner Bon (Demian Bichir), der verschwiegene Cowboy Joe Gage (Michael Madsen) und der Konföderierten-General Sandford Smithers (Bruce Dern) sowie Oswaldo Mobray (Tim Roth) aufeinander treffen.



Doch was wäre so ein Kinojahr ohne Superhelden. Nachdem Marvel fleißig Captain America, Hulk und Iron Man in hitzige Gefechte schickte, geht nun Konkurrent DC in die Offensive. Da dürfte es um einiges düsterer zugehen. In "Batman vs. Superman: Dawn of Justice" (24. März) kommt es zu einem filmhistorischen Zusammentreffen. Erstmals sind Batman (Ben Affleck) und Superman (Henry Cavill) in einem gemeinsamen Kinostreifen zu sehen. Regisseur Zack Snyder ("Man of Steel", "Watchmen - Die Wächter") lässt die beiden Superhelden gegeneinander kämpfen. Amy Adams spielt Lois Lane und Jesse Eisenberg Lex Luthor.





Außerdem startet am 18. Augustder DC-Film "Suicide Squad" - eine Gruppe von Superbösewichten, die sich im Auftrag der US-Regierung auf Himmelfahrtkommandos begeben, um so dem Strafvollzug zu entgehen. Jared Leto (Dallas Buyers Club) muss dabei in große Fußstapfen treten. Er ist der erste Joker vor der Kamera nach der herausragenden Darstellung Heath Ledgers, der 2008 starb und postum für seine Rolle einen Oscar als bester Nebendarsteller erhielt. Auch Will Smith ist als schießwütiger Deadshot vertreten.



Marvel bleibt aber nicht untätig. Captain America kehrt nach einem mäßigen ersten, dafür einen überraschend guten zweiten Teil in "The First Avenger: Civil War" (5. Mai) zurück. Außerdem wird die X-Men-Reihe mit "X-Men: Apocalypse" (19. Mai) fortgesetzt. Noch etwas länger müssen die Marvel-Fans auf den Auftritt von "Doctor Strange" (27. Oktober) warten, der von Benedict Cumberbatch gespielt wird. Die Kinoadaption dreht sich um den brillanten Neurochirurgen Dr. Stephen Strange. Dessen Leben wird völlig auf den Kopf gestellt, als er nach einem Autounfall Zugang zu einer geheimen Welt voller Magie und zahlloser alternativer Universen bekommt.







Magisch wird es auch in "Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind" (17. November). Das ist nämlich nicht nur der Titel des Films, sondern auch ein Buch, das der berühmte Zauberlehrling Harry Potter in Hogwarts las. Eddie Redmayne ("Die Entdeckung der Unendlichkeit") übernimmt die Rolle des fiktiven Autors und Zauberzoologen Newt Scamander, dessen Abenteuer 70 Jahre vor Harry Potters erstem Hogwarts-Lehrjahr beginnen.



Zocker dürfen sich auf die Verfilmung von "Warcraft - The Beginning" (26. Mai) freuen. Der Film basiert auf dem Spiel "World of Warcraft".



Es müssen aber nicht unbedingt immer die großen Blockbuster sein, die ins Kino locken. "Brooklyn - Eine Liebe zwischen zwei Welten" (21. Februar) erzählt die Geschichte der jungen irischen Immigrantin Eilis Lacey (Saoirse Ronan), die in den 1950er Jahren versucht, in Brooklyn Fuß zu fassen. "69 Tage Hoffnung" (11. Februar) liegt eine wahre Geschichte zugrunde, die vielen noch aus den Nachrichten bekannt sein dürfte. 2010 richteten sich die Augen der gesamten Welt auf Chile, als dort beim Einsturz einer Gold- und Kupfermine 33 Bergleute lebendig begraben wurden.





Erwähnenswerte Neustarts sind zudem "Demolition" (16. Juni), "The Legend of Tarzan" (28. Juli), "King Arthur" (4. August"), "Tschick" (15. September) und "The Magnificent Seven" (29. September).




Viele Fortsetzungen


Bei den sogenannten Familienfilmen sind auch einige interessante Starts dabei. "Alvin und die Chipmunks: Road Trip" (28. Januar) weckt bei vielen sicherlich Kindheitserinnerungen. Wohl genauso wie der Klassiker "Das Dschungelbuch" (14. April, ebenfalls von Disney), der eine Realverfilmung erhält.





Mit "Zoomania" (3. März) erobern aber auch völlig neue Charaktere das Kino. Disney hat von seinem mittlerweile 55. Spielfilm bereits einen wahnsinnig witzigen Trailer veröffentlicht, der vor allem auf Timing setzt - was in den bisher gezeigten Szenen hervorragend funktioniert. Zoomania ist eine Metropole wie keine andere, in der die unterschiedlichsten Tierarten aus aller Welt zusammenleben.



Wenn ein neuer Film der Coen-Brüder Ethan und Coel ("No Country for Old Men") erscheint, ist Qualität eigentlich garantiert. Flops produzieren die beiden nicht. Das dürfte auch bei "Hail, Caesar!" (18. Februar) nicht der Fall sein. Zumal Stars wie George Clooney und Scarlett Johansson mitspielen. Die Coens erzählen diesmal von einem Tag im Leben eines "Problemlösers", der für ein Filmstudio arbeitet. Es ist ein Tag, an dem alles, was schiefgehen kann, schiefgeht und die Probleme von allen Seiten nur so auf ihn einprasseln.



Natürlich flimmern auch heuer zahlreiche Fortsetzungen über die Leinwand. Sei es nun "Die wilden Kerle - Die Legende lebt" (11. Februar), "London has fallen" (10. März), "Die Bestimmung - Allegiant" (17. März), "My Big Fat Greek Wedding 2" (24. März), "The Purge 3" (30. Juni), "Die Unfassbaren 2" (18. August) oder "The Conjuring 2" (16. Juni).





Roland Emmerich bringt "Independence Day: Wiederkehr" (14. Juli) zurück in die Kinos. Wieder geht es um eine globale Katastrophe, weil die Invasoren wiederkehren. Die Hauptrollen spielen diesmal Liam Hemsworth, Charlotte Gainsbourg und Jeff Goldblum. Keine Fortsetzung, sondern eine Neuauflage erhalten die "Ghostbusters" (28. Juli). In den Hauptrollen kämpfen diesmal ausschließlich Frauen gegen die Geister. Weiter geht es auch mit den Rita-Falk-Verfilmungen. Am 11. August startet "Schweinskopf al dente". Auch Pixar veröffentlich mit "Findet Dorie" (29. September) eine Fortsetzung. Das Kinojahr endet schließlich ähnlich wie 2015 mit "Star Wars: Rogue One" (15. Dezember), einem neuen Abenteuer aus der Galaxie weit, weit entfernt. Bis dahin: Möge die Macht mit euch sein.


Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.