Berlin.
Kulturnotizen Akademie der Künste sucht Chef

Die ehemalige Primaballerina des Moskauer Bolschoi-Balletts, Maja Plissezkaja, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Archivbild: dpa
(dpa) Die Berliner Akademie der Künste will Ende Mai einen Nachfolger für Präsident Klaus Staeck wählen. Nach Ablauf seiner dritten Amtszeit darf der 77-jährige Grafikkünstler laut Satzung nicht erneut antreten. Auch die Stellvertreterposition von Nele Hertling (81) muss neu besetzt werden. Zu möglichen Kandidaten wollte sich die Akademie nicht äußern. Jeder aus dem Kreis der derzeit 404 Mitglieder kann sich bei der Wahl auf der Mitgliederversammlung (29. bis 31. Mai) um das Amt bewerben. Staeck, der wohl bekannteste deutsche Plakatkünstler, steht mit Hertling seit 2006 an der Spitze der Akademie. Die 1696 gegründete Institution hat heute die Aufgabe, die Künste zu fördern und die Anliegen der Kunst in der Gesellschaft zu vertreten. Staeck gibt noch bis zum 5. Juni mit der Ausstellung "Kunst für Alle" Einblick in sein Lebenswerk.

Bolschoi-Theater: Ballettlegende tot

Moskau.(dpa) Die russische Ballettlegende Maja Plissezkaja ist im Alter von 89 Jahren nach Angaben des Bolschoi-Theaters in Deutschland gestorben. "Ihr Herz hat aufgehört zu schlagen", sagte Bolschoi-Chef Wladimir Urin am Samstag russischen Agenturen zufolge. "Ihr Mann hat mich angerufen. Sie ist einem schweren Herzanfall erlegen", sagte Urin. Plissezkaja wurde am 20. November 1925 in Moskau geboren. Am Bolschoi tanzte die Primaballerina zwischen 1943 und 1989 die wichtigsten Rollen, etwa in "Schwanensee" und im "Nussknacker". In den letzten Jahren pendelte sie zwischen den Wohnorten Moskau und München.

Ermittlungen gegen Intendantin Deuflhard

Hamburg.(dpa) Nach einem Kunstprojekt mit Flüchtlingen an der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel hat die Staatsanwaltschaft ein förmliches Ermittlungsverfahren gegen die Intendantin eingeleitet. Eine Sprecherin der Behörde bestätigte auf Anfrage, dass wegen des Anfangsverdachts auf "Beihilfe zum Verstoß gegen das Aufenthaltsrecht für Ausländer" gegen Amelie Deuflhard ermittelt werde. Zuvor hatte die Zeitung "Die Welt" über das Verfahren berichtet.

Deuflhard sagte der dpa, sie sei von der Staatsanwaltschaft weder über die Strafanzeige, die von der rechtskonservativen Partei Alternative für Deutschland (AfD) ausging, noch über das Verfahren informiert worden. Dass wegen ihrer Arbeit in einem Kunstprojekt mit Flüchtlingen gegen sie ermittelt werde, "noch dazu in einer Zeit, in der Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken, das finde ich sehr befremdlich".
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