Berlin.
Kulturnotizen Deutschland hofft auf Weltkulturerbe

(dpa) Deutschland bekommt im nächsten Monat aller Voraussicht nach ein neues Weltkulturerbe. Bei einer Sitzung der UN-Kulturorganisation Unesco in Bonn werden vermutlich die Hamburger Speicherstadt und das nahe gelegene Kontorhausviertel mit dem Chilehaus in die entsprechende Liste aufgenommen. Damit hätte Deutschland dann insgesamt 40 Welterbestätten. Weltweit gibt es mittlerweile mehr als tausend.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Maria Böhmer (CDU), äußerte sich am Mittwoch in Berlin zu Hamburgs Chancen sehr optimistisch. Dagegen werden die Aussichten des Naumburger Doms, der zusammen mit der Saale-Unstrut-Region ebenfalls nominiert ist, zurückhaltend beurteilt.

Die Entscheidung wird vermutlich am 5. Juli fallen. Insgesamt bewerben sich 38 Stätten aus aller Welt um einen Platz auf der Unesco-Liste. Deutschland führt im Welterbekomitee derzeit den Vorsitz. Das Komitee trifft sich vom 28. Juni bis zum 8. Juli in Bonn zu seiner alljährlichen Konferenz. Die Speicherstadt - entstanden zwischen 1885 und 1927 - gilt als das größte zusammenhängende und einheitlich geprägte Speicher-Ensemble der Welt. Das Kontorhausviertel mit seinen Klinkerfassaden entstand in den 1920er und 1930er Jahren.
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