Berlin.
Kulturnotizen Hallervorden winkt ab

(dpa) Mit "Honig im Kopf" hatten Til Schweiger und Dieter Hallervorden gemeinsam einen großen Kino-Erfolg - doch Hallervorden glaubt nicht, dass es nochmals zu einer Zusammenarbeit kommt. "Das ist nicht vorgesehen und ich bezweifle stark, dass er Lust dazu hätte", sagte der Schauspieler, der am kommenden Samstag 80 Jahre alt wird, der "Bild am Sonntag".

Regisseur Schweiger und sein Hauptdarsteller waren während der Arbeit an dem Film kräftig aneinandergeraten. "Die Dreharbeiten waren nicht einfach, auch weil wir zwei Alphatiere sind", sagte Hallervorden. Die Differenzen seien jedoch ausgeräumt. "Inzwischen haben wir in Harmonie das eine oder andere Gläschen geleert. Alles im grünen Bereich." In "Honig im Kopf" (2014) spielt Hallervorden einen alten Mann mit Alzheimer. Der Film verzeichnete mehr als sieben Millionen Zuschauer.

Bestsellerautor war Geheimagent

London.(dpa) Der britische Autor Frederick Forsyth (77), preisgekrönter Verfasser politischer Romane, hat 20 Jahre lang für den britischen Geheimdienst gearbeitet. Der frühere Journalist bekannte im Sender Sky News, er habe seine Agententätigkeit begonnen, während er als Kriegsberichterstatter im Biafra-Krieg Ende der 60-er Jahre in Nigeria eingesetzt gewesen war. Dort habe er an den britischen Auslandsgeheimdienst MI6 Berichte über massenhaft getötete Kinder geschickt, was von der britischen Regierung zu diesem Zeitpunkt bestritten worden war.

"Während des letzten Jahres der Biafra-Krieges habe ich beides geschickt - journalistische Berichte an die Medien und andere Berichte an meinen neuen Freund", sagte der Autor. Forsyth's Werk gilt unter Kritikern als besonders realitätsnah. Forsyth hatte später auch Einsätze als Agent im damaligen Rhodesien, Südafrika und in der DDR. Forsyth sieht dies nicht als verwerflich an. "Damals haben eine Menge Freiwillige Dinge für unser Land getan - es galt nicht als seltsam", sagte er dem Fernsehsender. Bezahlt worden sei er nicht.

Musicalstar nach Sturz gestorben

New York.(dpa) Kyle Jean-Baptiste, Musicalstar und erster Schwarzer in der Hauptrolle von "Les Misérables" am Broadway, ist tot. Der 21-jährige Schauspieler und Tänzer starb nach Angaben der "New York Times" vom Sonntag am Freitag nach einem Sturz von der Feuerleiter seiner Wohnung.

Jean-Baptiste galt als so etwas wie ein Wunderkind des Broadways. Der Polizei zufolge hatte der 21-Jährige mit einer Freundin auf der Feuerleiter im dritten Stock gesessen - typisch im heißen Sommer. Als er aufstand, sei er nach hinten gekippt und in die Tiefe gestürzt. Die Polizei geht von einem Unfall aus.
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