Berlin.
Kulturnotizen Umwandlung bei Suhrkamp

(dpa) Die Umwandlung des Suhrkamp-Verlags in eine Aktiengesellschaft ist unter Dach und Fach. Wie das Unternehmen mitteilte, steigt die Darmstädter Unternehmerfamilie Ströher als neuer Aktionär mit ein. Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz will in den kommenden Monaten ihr Amt abgeben und in den Aufsichtsrat wechseln.

Die Mehrheit der Aktien gehört den Angaben zufolge künftig der Familienstiftung von Unseld-Berkéwicz und der Familie Ströher gemeinsam. Die Stimmrechte ihrer Aktien seien vertraglich gebündelt, hieß es. In diesem Bündnis verfüge die Familienstiftung über die Stimmrechtsmehrheit und könne so auch fortan die Geschicke des Verlags lenken. Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft soll die jahrelange Auseinandersetzung mit dem Minderheitseigentümer Hans Barlach beendet werden.

"Ringl On Fire" im Amberger ACC

Amberg. Auch in Niederbayern wollte man als Bub immer Cowboy sein. Aber einfach war und ist es auch da nicht, ein Held zu sein. Der bayerische Kabarettist, Schauspieler und Musiker Hannes Ringlstetter schlüpft in "Ringl On Fire" als Johnny Ringl in die Rolle eines Countrysängers, der mit den Waffen der Musik und der Zigarette im Mund die Träume der Kindheit für zwei Stunden Realität werden lässt. Zu hören ist er mit seiner Band, der "Good Old Looser Company", am 14. Mai (20 Uhr) im Amberger ACC. Karten gibt es beim NT/AZ-Ticketservice (Telefon 0961/85550 und 09621/306230) sowie www.nt-ticket.de.

Karikaturen-Schau: Ort unklar

Hanau.(dpa) Ob die Stadt Hanau eine Karikaturen-Schau in Schloss Philippsruhe aus Sicherheitsgründen und Angst vor islamistischem Terror veranstalten kann, bleibt zunächst ungewiss. Eine Entscheidung sei noch nicht gefallen, sagte Stadtsprecherin Güzin Langner. Am Mittwoch besichtigten demnach Vertreter der Stadt mit der Polizei den Ausstellungsort. Die Fachleute müssten nun klären, ob die Schau im Schloss gut aufgehoben sei. Die Werkschau des Duos Achim Greser und Heribert Lenz soll ab 14. März gezeigt werden.

Nach den Attentaten von Paris wurde die Werkschau zu Greser & Lenz erst abgesagt, dann die Planungen aber wieder aufgenommen. Die Wanderausstellung zeigt rund 200 Werke, nur der kleinste Teil hat religiöse Themen zum Inhalt - eine Mohammed-Karikatur ist nicht dabei. Die Ausstellung wird mehr kosten als geplant. Grund sind die höheren Sicherheitsanforderungen. Eine Absage komme aber nicht infrage, lautet die Botschaft der Stadt. Nach dem Wirbel in Hanau hatte Hessens Kunstminister Boris Rhein (CDU) angeboten, die Ausstellung in einem landeseigenen Gebäude zu zeigen, wenn es in Hanau nicht möglich ist.
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