Chronologie: Der Fall Gurlitt

September 2010: Cornelius Gurlitt wird auf einer Zugfahrt von Zürich nach München kontrolliert. Zollfahnder schöpfen Verdacht, es könne ein Steuerdelikt vorliegen.

28. Februar 2012: Gurlitts Wohnung wird durchsucht. Die Fahnder entdecken rund 1280 wertvolle Kunstwerke. Der Fund wird geheim gehalten.

3. November 2013: Das Nachrichtenmagazin "Focus" bringt den Fall an die Öffentlichkeit.

11. November 2013: Die ersten 25 Werke werden auf der Plattform "lostart.de" veröffentlicht. Eine Taskforce wird eingesetzt.

19. November 2013: Die Behörden teilen mit, dass Gurlitt Hunderte Bilder zurückbekommen soll, die ihm zweifelsfrei gehören.

28. Januar 2014: Die Taskforce gibt bekannt, dass nach einer ersten Sichtung 458 Werke aus Gurlitts Sammlung unter Raubkunstverdacht stehen.

10. Februar 2014: Mehr als 60 weitere wertvolle Bilder werden in Gurlitts Haus in Salzburg gefunden.

7. April: Gurlitts Anwälte unterzeichnen einen Vertrag mit der Bundesregierung, in dem der Kunsthändler sich bereit erklärt, Bilder, bei denen es sich um Nazi-Raubkunst handelt, zurückzugeben.

9. April: Die Staatsanwaltschaft Augsburg gibt die beschlagnahmten Bilder nach wieder frei.

6. Mai: Cornelius Gurlitt stirbt im Alter von 81 Jahren.

7. Mai: Laut Testament hat Gurlitt seine Sammlung dem Kunstmuseum Bern in der Schweiz vermacht.

21. November: Das Kunstmuseum Bern will das Gurlitt-Erbe annehmen. Am selben Tag erhebt die Cousine von Cornelius Gurlitt, Uta Werner, Anspruch auf das Erbe.

24. November: Das Kunstmuseum Bern bestätigt offiziell, dass es das Erbe annimmt. Kunstwerke, die unter dem Verdacht der Raubkunst stehen, sollen in Deutschland bleiben und an die Berechtigten zurückgegeben werden. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8194)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.