Creed - Rocky's Legacy
Stallone kehrt eindrucksvoll zurück

Berlin. Vier Jahrzehnte sind bereits vergangen, seit 1976 der erste Teil einer der legendärsten Film-Sagas in den Vereinigten Staaten in die Kinos kam: Mit "Rocky" startete eine Reihe, die längst nicht nur zu den Klassikern des Box-Films gehört, sondern auch wie kaum ein zweiter Film gleichsam exemplarisch die Geschichte eines Underdogs erzählt, der sich seinen Weg nach oben erkämpft. Auf "Rocky" folgten fünf Sequels; zuletzt war 2007 "Rocky Balboa" veröffentlicht worden. Diesmal steigt Stallone nicht selbst als Boxer, sondern als Trainer eines jungen, vom Newcomer Michael B. Jordan verkörperten Talents in den Ring. Es ist erstaunlich, mit welch großer Selbstverständlichkeit ein so junger Regisseur wie Ryan Coogler mit einer von so vielen verehrten Reihe wie "Rocky" umgeht. Ein stets zwar respektvoller, aber doch auch erfrischender Umgang mit einer in die Jahre gekommenen Legende. Statt Bill Contis teils melancholischer Musik von 1976 etwa gibt es diesmal viel Rap zu hören; überhaupt ist "Creed" recht stark in der afroamerikanischen Kultur verwurzelt, auch der Regisseur selbst ist Afroamerikaner. Der sehr gelungene "Creed" zwar wird wohl keinen Oscar holen in der Kategorie "Bester Film" (dafür hat der Jahrgang zu viele starke Filme), Stallone aber kann sich durchaus Chancen ausrechnen in der Nebendarsteller-Kategorie. Verdient hätte der Haudegen die Auszeichnung ob seiner so lässigen wie anrührenden Performance als Rocky Balboa.

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