Der Filmpreis "Yellow Oscar" geht an den in Oberfranken gedrehten Atom-Endzeitfilm "Final ...
Strahlendes Thema, strahlende Gewinner

Sounddesigner Klaus Pfreundner (links) und Regisseur Michael von Hohenberg mit dem "Yellow Oscar" am Strand von Rio de Janeiro. Bild: Norbert G. Suchanek
Kultur DE/WELT
Deutschland und die Welt
02.06.2014
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Das Uranium-Filmfestival in Rio ist der größte Wettbewerb der Welt, der sich ausschließlich dem Thema Atomenergie in all seinen Facetten widmet: vom Uranbergbau bis zum Atommüll, von Hiroshima bis Falluja und Fukushima. Die Filme dort kommen aus der ganzen Welt. In diesem Jahr wurden 63 aus 25 Ländern ausgewählt, die um den Filmpreis "Yellow Oscar" konkurrierten. Auch ein Film aus Oberfranken ging diesmal an den Start.

Das Atomkriegsdrama "Final Picture" von Regisseur Michael von Hohenberg wurde komplett in Ost-Oberfranken realisiert und zeigt das Leben und Sterben in den Bunkeranlagen nach einem fiktiven Weltatomkrieg. Neun Tage lang wurden im Museum für moderne Kunst in Rio die Kurzfilme, Dokumentationen und Spielfilme gezeigt, bevor am letzten Tag des Festivals die Preisverleihung stattfand. Anwesend waren Filmemacher aus der ganzen Welt, dabei auch Regisseur Michael von Hohenberg, Sounddesigner Klaus Pfreundner und Schauspieler Hubert Burczek, die gespannt auf das Ergebnis warteten.

Als dann die Kategorie "Bester Spielfilm" an die Reihe kam, war die Freude groß. "Final Picture" wurde von der Jury, bestehend aus Filmproduzenten und Professoren für Film, Radiologie und Biologie, mit einem "Yellow Oscar" ausgezeichnet. "Die zwar fiktive, aber durchaus reale Darstellung des Lebens nach einem globalen Atomschlag und die Zusammenarbeit mit Jugendlichen am Projekt machen diesen Spielfilm zum Vorbild für Filmschulen und Nachwuchsfilmemacher. Zudem führt er nach langen Jahren die so wichtige Filmreihe der mahnenden Atomkriegsfilme eindrucksvoll fort", so die Begründung der Jury.

Der "Yellow Oscar" ist der erste internationale Filmpreis für Regisseur Michael von Hohenberg, der sich in seiner Rede vor allem bei seinem Filmteam und den Unterstützern aus der Region bedankte: "Wir nehmen diesen Preis als Ansporn, unseren Film und damit die Thematik noch in vielen weiteren Ländern zu zeigen und hoffen natürlich, dass der ein oder andere TV-Sender Interesse zeigt."
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