Die Geschichte der Stodtbergsaitn mit Dr. Georg Bayerl
"Spaß und Freude" als Triebfedern

Mit rassigem Sound verneigte sich die Eschenbacher Big Band beim "Tanz in den Mai" vor den Jubilaren der "Stodtbergsaitn" - und begeisterte damit auch die Besucher. Bild: do

Es war beim Tanzkurs-Abschlussball 1985 im Gymnasium, als Heiner Kohl, Günther Schorr und Karlheinz Keck die Idee hatten. Es folgte das Werben um Musikanten. Schon ein paar Wochen später hatte sich eine musikbegeisterte Gruppe zusammengefunden, um mit ersten Proben zu beginnen: Die "Stodtbergsaitn" waren geboren.

In einer kurzen Rückschau beleuchtete Dr. Georg Bayerl beim Jubiläumsabend mit "Tanz in den Mai" (wir berichteten) die Entwicklung des Ensembles - von den Anfängen bis zum heutigen angesehenen Klangkörper.

Als Mitbegründer nannte der Initiator die Instrumentalisten Heiner Kohl, Günther Schorr, Georg Junkawitsch, Walter Trötsch, Manfred Schweitzer, Franz Geigenberger und eine damals von Apotheker Karlheinz Keck vermittelte "exotische" Geigerin "Annett aus Hamburg". Bald danach seien Renate Keck, Hubert Haberberger und Norbert Habermeier zur Gruppe gestoßen.

Dr. Georg Bayerl erinnerte ferner an weitere Verstärkungen im Laufe der Jahre und nannte dabei vor allem Klemens Dötsch, Siegrun Kiener und Christian Gnahn. Viele Jahre habe auch der Grafenwöhrer Saxofonist Erwin Krieger das Ensemble unterstützt. Sein Tod habe eine schmerzhafte Lücke hinterlassen. Zu den weiteren Glücksgriffen zählte Dr. Bayerl Trompeter Benno Engelhardt.

Dann unterstrich er den gesellschaftlichen Aspekt der Proben und Auftritte, verwies auf das zunächst eher fränkische und Oberpfälzer Volkstanz-Musikrepertoire und erinnerte an die allmähliche Erweiterung auf Salon- und Wiener Schrammelmusik, Evergreens und Schlager.

Keine Konzertauftritte

Zunehmend habe die Musikrichtung der "Stodtbergsaitn" Freunde und Freude gefunden. Beispielhaft nannte der Redner Auftritte bei Sommerserenaden und Festen, beim "Klingenden Landkreis", im Fernsehsender OTV, beim "Tag der Oberpfälzer" im Münchner Hofbräuhaus, in der BR-Fernsehsendung "Jetzt red i" oder in der BR-Radiosendung "Grüße aus Eschenbach".

Der Wunsch nach Perfektion sei nie das Ziel der Gruppe gewesen, betonte der Sprecher. "Spaß und Freude an der Musik bei Wein, Weib und Gesang, bei Tanz, Speis und Trank sind noch heute die Triebfedern unserer Auftritte", merkte Bayerl augenzwinkernd an. Deshalb stünden Konzertauftritte auch nicht im Terminkalender der "Stodtbergsaitn". "Wenn alles mucksmäuschenstill ist und man jeden Ton hört - da müssten wir ja womöglich vorher üben", erklärte der Leiter scherzhaft.

Freiwilliger Obolus

Für den Jubiläumsabend lud er deshalb zum legeren Genießen und Feiern, zu Barbesuch und Tanzen ein - und zum Spenden. Bei freiem Eintritt gehörte der freiwillige Obolus der Gäste der Unterstützung gemeinnütziger Organisationen.
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