Drama um Hollywoods schwarze Liste
"Trumbo" läuft im Kino

Bryan Cranston kennen viele als Walter White in "Breaking Bad". In "Trumbo" bietet er als Dalton Trumbo wieder eine eindrucksvolle Leistung, für die er für den Oscar nominiert war. Bild: Paramount Pictures/dpa

Los Angeles. Bryan Cranston ist durch eine schräge Rolle berühmt geworden: als der krebskranke, Drogen kochende Chemielehrer Walter White in der erfolgreichen US-Fernsehserie "Breaking Bad". Da trat er einmal nur mit Feinripp-Unterhose im Wohnwagen vor die Kamera. Für "Trumbo" steigt der US-Schauspieler nun halbnackt in die Badewanne, vor sich eine Schreibmaschine, auf der er wie besessen tippt. Diesmal spielt Cranston eine reale Figur, den legendären Drehbuchautoren Dalton Trumbo (1905 bis 1976), der in Hollywoods goldener Ära zu den hochbezahltesten Schreibern zählte.

Doch "Trumbo" dreht sich um ein düsteres Kapitel in der Geschichte der Traumfabrik. Der geniale Autor, der Drehbücher für Filme wie "Ein Herz und eine Krone", "Spartacus" und "Papillon" lieferte, hatte als Mitglied der "Hollywood 10" jahrelang Berufsverbot und musste heimlich unter Pseudonym schreiben. "Trumbo" ist kein Politfilm, der mit erhobenem Zeigefinger auf die Kommunistenhatz dieser Zeit verweist. In den Händen von Komödienregisseur Jay Roach ("Dinner für Spinner", "Austin Powers") wird das Biopic zu einer unterhaltsamen, menschlichen Hollywood-Story, mit schillernden Charakteren, wie den Schauspielern Edward G. Robinson und Kirk Douglas, Regisseur Otto Preminger und der Gesellschaftskolumnistin Hedda Hopper.

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Regie: Jay Roach - Mit: Bryan Cranston, Diane Lane, Helen Mirren, John Goodman - Musik: Theodore Shapiro - 125 Minuten - frei ab 6 Jahren. Im Internet: www.paramountpictures.de
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