Ein nächtliches Bad im Trevi-Brunnen machte sie unsterblich: Anita Ekberg im Alter von 83 ...
Weltruhm durch "La Dolce Vita"

Anita Ekberg im Jahr 2010. Hinter ihr ein Gemälde, das die nun verstorbene schwedische Schauspielerin in ihrer berühmtesten Filmszene zeigt, als badende Schönheit im Trevi-Brunnen. Archivbild: dpa
Die Filmikone Anita Ekberg ist tot. Die schwedische Schauspielerin, weltberühmt geworden durch ihr nächtliches Bad im römischen Trevi-Brunnen im Filmklassiker "La Dolce Vita", starb am Sonntag mit 83 Jahren in einem Vorort von Rom. Ekberg sei nach langer Krankheit in der Klinik San Raffaele in Rocca di Papa gestorben, sagte ihr Finanzberater Massimo Morais.

Geboren wurde sie am 29. September 1931 im schwedischen Malmö als achtes Kind einer Arbeiterfamilie. In ihrer Heimat gewann sie 1950 einen Schönheitswettbewerb als "Miss Schweden". Ein Jahr später ging Ekberg in die USA. In Hollywood übernahm sie zunächst kleinere Rollen. Als "schwedischer Eisberg" vermarktet, avancierte sie schließlich zum Sexsymbol. 1956 gewann Ekbert einen Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. Ende der 1950er-Jahre zog sie nach Italien, wo hochgewachsene blonde Frauen die Männerwelt noch mehr begeisterten.

Mit der Szene in Federico Fellinis "La Dolce Vita" schrieb Ekberg 1960 dann Filmgeschichte. Darin lockt sie sinnlich ihren Filmpartner Marcello Mastroianni, ihr in den Brunnen zu folgen. Nach dem Welterfolg blieb Ekberg in Italien. Es folgten zahlreiche Rollen von wechselnder Qualität. Fellini erkor die Schwedin zu seiner Muse. Sie spielte 1970 in seinem Film "The Clowns" und Mitte der 80er-Jahre in "Intervista" mit. 2002 beendete Ekberg ihre Schauspielkarriere.

Ekberg blickte auf zwei geschiedene Ehen mit den Schauspielern Anthony Steel und Rik Van Nutter zurück. Sie lebte zuletzt in Genzano, einer kleinen Stadt 30 Kilometer südöstlich von Rom.

Schwedens Regierungschef Stefan Löfven würdigte Anita Ekberg als große Schauspielerin. "Sie ist in die Welt hinaus gegangen und hat Schweden mit ihrem Wirken noch bekannter gemacht", sagte Löfven der schwedischen Boulevardzeitung "Aftonbladet" am Sonntag.
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