Erika-Fuchs-Haus: Das Museum für Comic und Sprachkunst eröffnet am 1. August in Schwarzenbach ...
"Dem Ingeniör ist nix zu schwör"

Im Jahr 1994 kam es zum legendären Treffen der Comic-Übersetzerin Erika Fuchs mit dem Zeichner und Texter Carl Barks in München. Erika Fuchs wird jetzt ein eigenes Museum gewidmet. Archibvild: dpa
Schwarzenbach an der Saale. Dr. Erika Fuchs (1906-2005), die Übersetzerin und Chefredakteurin des Micky-Maus-Magazins, lebte 50 Jahre lang in Schwarzenbach an der Saale in Oberfranken. Mit ihren Wortschöpfungen, Sprachspielereien und dem Einstreuen klassischer Zitate prägte sie nachhaltig die deutsche Sprache. Ihre herausragenden Übersetzungen trugen wesentlich dazu bei, dass sich Comics auch in Deutschland vom einstigen Schmuddel-Image zu einer eigenständigen, lebendigen Kunstform entwickeln konnten. Ihr zu Ehren entsteht nun in Schwarzenbach Deutschlands erstes Comic-Museum.

Große Disney-Übersetzerin

Das "Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst" würdigt Leben und Werk der großen Disney-Übersetzerin und stellt ihre Arbeit in den Gesamtkontext der Kunstform Comic. Originale Objekte wie Manuskripte, Schreibmaschine und Notizbuch geben Eindruck in die Arbeitsweise von Fuchs. Interaktive Stationen laden dazu ein, ihre Sprachkunst spielerisch nachzuempfinden.

Der preisgekrönte Zeichner Simon Schwartz erzählt das Leben von Erika Fuchs als raumhohen biografischen Comic. Ein Höhepunkt für Kinder ist sicherlich das begehbare Entenhausen einschließlich Talerbad im Geldspeicher. Eine Comicbibliothek gibt Gelegenheit zum Schmökern.

Festakt nach Sommerferien

Träger des Museums ist die Stadt Schwarzenbach an der Saale. Die Investitionskosten von rund fünf Millionen Euro für das neue Museum konnten zu fast 90 Prozent über Fördermittel gedeckt werden. Zur weiteren Unterstützung des Museums wurde die Dr.-Erika-Fuchs-Stiftung gegründet. Der Förderkreis "Klub der M.I.L.L.I.A.R.D.Ä.R.E" (Menschen in lauterer lebenserfahrener interaktiver angenehmer Runde, donaldische Ästhetik rigoros einfordernd) zählt mittlerweile 250 Mitglieder.

Der junge Architekt Dominik Burkhard aus Karlsruhe war als Sieger aus dem Architekturwettbewerb hervorgegangen. Die Dauerausstellung wurde konzipiert und gestaltet von der Firma m.o.l.i.t.o.r. aus Berlin. Nach dem Abriss des alten Gebäudes 2012 begann 2013 der Neubau in der Altstadt von Schwarzenbach. Ende 2013 wurde Richtfest gefeiert.

Pünktlich zum Beginn der bayerischen Sommerferien öffnet das Museum seine Pforten. "Wir können zu Beginn der Ferien den Menschen in der Stadt und der Region sowie den Urlaubern in Fichtelgebirge und Frankenwald dieses einmalige Museum übergeben", freut sich Bürgermeister Hans-Peter Baumann.

Am 1. August öffnet das "Erika-Fuchs-Haus | Museum für Comic und Sprachkunst" mit einem Tag der offenen Tür ab 11 Uhr. Ab dem 2. August ist dann täglich außer Montag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der offizielle Festakt zur Einweihung folgt nach den Sommerferien.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.erika-fuchs.de http://www.donald.org
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