Erstkommunionfeier: Mensch braucht Gott wie der Fisch das Wasser
"Geschmack" an Jesus finden

Drei Mädchen und neun Buben reichte Pater Adrian Kugler bei einem Festgottesdienst in der vollbesetzten St.-Johannes-Kirche zum ersten Mal die heilige Kommunion. Bild: flk
Es war ein großer Tag für neun Buben und Mädchen der Expositurgemeinde: Zum ersten Mal durften sie an den Tisch des Herrn treten. Pater Adrian Kugler und die Ministranten holten die Erstkommunionkinder mit ihren Eltern dazu vor der Alten Schule ab. In einem Kirchenzug ging es gemeinsam zum Festgottesdienst in die vollbesetzte Kirche.

Geheimes Zeichen

Als Thema hatten die Kinder "Wie der Fisch im Wasser, so leben wir in Dir" gewählt. In seiner Predigt ging Pater Adrian Kugler darauf ein. Früher sei der Fisch für die ersten Christen ein Erkennungssymbol gewesen. Denn die Buchstaben von "Ichtys", des griechischen Wortes für Fisch, seien auch die Anfangsbuchstaben von - übersetzt - "Jesus Christus, Gottes Sohn, Retter". "Der Fisch war also für die ersten Christen nicht nur ein Geheimzeichen, sondern auch ein Bekenntniszeichen für Jesus Christus, den Sohn Gottes und unsern Erlöser", machte Pater Adrian deutlich. Wie der Fisch in seinem Element, dem Wasser, sei, so müsse auch der Mensch in seinem Element sein. "Was braucht der Mensch zum Leben, damit er sich richtig wohl fühlt? Sicher: gutes Essen und Trinken, geregelte Finanzen, einen Beruf, ein bisschen Freizeit. Aber es reicht nicht, damit es uns so richtig gut geht", betonte der Geistliche. "Wir brauchen mehr. Da steckt noch eine ganz tiefe Sehnsucht in uns."

Die Liebe sei das Element, das den Menschen ausmache und das er zum Leben brauche. Wenn jemand bedingungslos "Ja" zu einem sage, dann fühle sich der Mensch wohl - "und das tut Gott: Er sagt bedingungslos 'Ja' zu jedem von uns in unserer Taufe", erklärte Pater Adrian. "Ein Mensch braucht Gott zum Leben, so wie ein Fisch das Wasser braucht. Und Gott ist schon immer um uns, ob wir es nun spüren oder nicht, ob wir danach fragen oder nicht, ob wir ihn suchen oder nicht. Aber er erschließt sich uns erst, wenn wir zu fragen beginnen." Am Ende seiner Predigt wünschte der Geistliche den Erstkommunionkindern, dass sie immer mehr "Geschmack" an Jesus finden und immer wieder zum Tisch des Herrn kommen. Und er rief die Gläubigen dazu auf, aktive Vorbilder dafür zu sein.

Blumen, Wasser, Kerze

Bei der Gabenbereitung brachten die Mädchen und Buben zum Altar: Blumen als Zeichen für das Fest, das sie feiern, eine Schale mit Wasser, das erinnern soll, dass wir in Gott leben wie Fische im Wasser, die Gruppenkerze als Symbol für die Gemeinschaft, die sie erfahren dürfen, sowie Brot und Wein für die Feier der Eucharistie.

Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gruppe "Sin falta" aus Grafenwöhr sowie Ludwig Geigenmüller an der Orgel. Der festliche Tag schloss mit einer Dankandacht am frühen Abend.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.