Eschenbach: Amtsgerichtsdirektor Klaus Schmitz stirbt mit 90 Jahren
Verstorben

Amtsgerichtsdirektor Klaus Schmitz

Eschenbach. (rca) Auch wenn er schon seit über einem Vierteljahrhundert im Ruhestand war: Aufs Altenteil zog sich Klaus Schmitz deshalb noch lange nicht zurück. Erst in den vergangenen Jahren ist es etwas still geworden um den ehemaligen Amtsgerichtsdirektor, verdienten Stadt- und Kreisrat sowie Träger der Bürgermedaille. Am Sonntag starb er zwei Monate vor Vollendung seines 90. Lebensjahres.

Der gebürtige Ostpreuße war Ende 1947 - nach der Entlassung aus französischer Kriegsgefangenschaft - in die Oberpfalz gekommen: In Grafenwöhr arbeitete er zwei Jahre lang bei der US-Armee. Dann startete mit dem Studium in Erlangen seine Juristenlaufbahn mit Stationen zunächst in Schwabach, Nürnberg, Eschenbach, Tirschenreuth und Vilseck. Nach einem Jahr als Staatsanwalt in Weiden wechselte Klaus Schmitz als Richter ans Amtsgericht Auerbach, ehe er ab Mitte 1965 zehn Jahre als Oberamtsrichter in Eschenbach tätig war. Infolge der Gebietsreform und der damit einhergehenden Ämterauflösung kam er ans Amtsgericht Weiden. Als dessen Direktor ging er 1988 in Pension.

Parallel zu seiner verantwortungsvollen beruflichen Tätigkeit hat sich Klaus Schmitz in vielfältiger Weise in der Kommunalpolitik und in zahlreichen Ehrenämtern engagiert: für die Freien Wähler von 1972 bis 1984 als Kreisrat und von 1990 bis 2002 als Stadtrat, beim ehemaligen BRK-Kreisverband Eschenbach als Justiziar und Vorsitzender, in den Ausschüssen für den Bau des Berufsbildungszentrums Grafenwöhr und des Volksbildungswerkes sowie beim SC Eschenbach als Vorsitzender, geschäftsführender Vorsitzender und Vorsitzender des Bauausschusses für das Sportheim.

Schmitz war aber nicht nur am Schreibtisch in Sachen Sport aktiv, sondern spielte selbst jahrzehntelang Fußball, erst beim TuS Grafenwöhr, dann beim SCE. Zudem war er in Eschenbach Trainer der Damenmannschaft und - bis zu seinem 80. Geburtstag - der Alten Herren. Nicht zu vergessen der Kegelsport, dem er ebenfalls beim SCE nachging.

Die großen Verdienste von Klaus Schmitz um das Gemeinwohl wurden 1988 mit der Bürgermedaille der Stadt Eschenbach gewürdigt.

Die Beerdigung findet im engsten Familienkreis statt. Der Trauergottesdienst wird morgen, Mittwoch, 20. Mai, um 14 Uhr in der Stadtpfarrkirche gefeiert. Auf Wunsch der Angehörigen werden keine Reden gehalten.
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