Essen.
Kulturnotizen Auch ohne Grippewird gehustet

(dpa) Gesang und Grippewelle: In der Erkältungszeit wird in Opern- oder Konzerthäusern viel gehustet. Manches Haus verteilt im Eingangsbereich deshalb Bonbons, damit das Publikum weniger lärmt. Doch Barbara Pfeffer (56) von der Folkwang- Universität der Künste in Essen kennt noch einen anderen Husten: "den Psychohusten. Es gibt ganz viele Menschen, die die Stille nicht ertragen können. Und wenn es richtig schön wird, dann müssen die sich einfach einbringen so nach dem Motto ,Ich bin auch noch da' oder ;Ich halte das Schöne nicht aus'," sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Die Gesangslehrerin Pfeffer glaubt auch, dass ein guter Auftritt eigentlich für Ruhe auf den Plätzen sorge. Meist gehe das Husten erst nach der Arie los. Vorher hielten die Zuhörer buchstäblich den Atem an. Denn: "Die eigene Spannung, die man dann erzeugt, die überträgt sich ja." Wenn zwischendurch doch viel gehustet werde, hörten die Sänger das auf der Bühne meist gar nicht.

Himbeere statt "Goldjunge"

Los Angeles.(dpa) Über diesen Preis dürfte Cameron Diaz vermutlich nicht so wirklich glücklich sein: Für ihre Auftritte in den Filmen "Sex Tape" und "Die Schadenfreundinnen" hat die 42-jährige Schauspielerin die "Goldene Himbeere" erhalten. Der Schmähpreis als schlechtester Schauspieler ging am Samstagabend (Ortszeit) an Kirk Cameron (44) für "Saving Christmas". Mit insgesamt vier Trophäen, darunter auch als schlechtester Film, war die Weihnachtskomödie der große "Gewinner".

Mit "Transformers: Ära des Untergangs" holte Michael Bay die Himbeer-Trophäe als schlechtester Regisseur. Die Nebenrollen-Schmähpreise gingen an Kelsey Grammer ("Expendables 3") und Megan Fox ("Teenage Mutant Ninja Turtles").

Erstmals gaben die Veranstalter einen "Redeemer Award" (auf Deutsch: Erlöser-Preis) bekannt, quasi eine Gutmachung für frühere Preisträger. Nach seinem "Gigli"-Flop honorierten die Wähler des "Golden Raspberry Awards", kurz "Razzies", nun Ben Afflecks Verdienste mit "Argo" und "Gone Girl". Außer Affleck standen auch Jennifer Aniston, Mike Myers, Keanu Reeves und Kristen Stewart zur Wahl.

Die "Razzies" wurden 1980 von John Wilson als Gegenstück zur glanzvollen Oscar-Verleihung ins Leben gerufen. Seinem Verband gehören nach eigenen Angaben rund 800 Mitglieder an.
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