„Everybody Wants Some!!“ von Richard Linklater erzählt aus einigen Tagen des Jugendlichen Jake
College-Komödie von „Boyhood“-Regisseur

Blake Jenner (links) und Temple Baker spielen in "Everybody Wants Some!!" zwei Jugendliche, die sich die Zeit mit Alkohol, Tischtennis und Mädchen vertreiben. Bild: Constantin Film Verleih GmbH/Van Redin/dpa

Berlin. Unvergesslich ist die bei Kritikern spürbare Rührung nach der Vorführung von "Boyhood" bei der Berlinale 2014. Richard Linklaters über einen Zeitraum von zwölf Jahren eingefangenes Filmexperiment um einen texanischen Jungen war so bewegend wie innovativ. "Boyhood" findet nun mit "Everybody Wants Some!!" eine Art Fortsetzung- eine knapp zwei Stunden lange Komödie.

"Everybody" beginnt quasi genau dort, wo wir Mason, den Protagonisten des Vorgängers "Boyhood", zurückgelassen haben: auf der Schwelle zum College-Leben. Mason heißt hier Jake, ist durchtrainiert und fährt einen blauen Oldsmobile. Linklater erzählt von diesen Tagen in einer Art Countdown. Dabei passiert nicht viel, es wird gesoffen, gekifft, Tischtennis gespielt und getanzt. Es geht, natürlich, um Frauen, schließlich verliebt sich Jake in eine Theater-Studentin, gespielt von Zoey Deutch.

Auch wenn nicht immer ganz klar ist, was Linklater uns mit "Everybody Wants Some!!" eigentlich sagen will, und dieser nicht an die Klasse und Tiefsinnigkeit eines "Boyhood" heranreicht, macht das Alles doch über weite Strecken großen Spaß. Die satten Farben sind eine Augenweide. Wieder einmal beweist Linklater zudem, dass er ein feines Gespür hat, für die kongeniale Auswahl der flankierenden Musikstücke.

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Regie: Richard Linklater - Mit Zoey Deutch, Juston Street, Blake Jenner - 117 Minuten - frei ab 12 Jahren - Im Netz: www.constantin-film.de/kino/everybody-wants-some/
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