Flanden und Niederlande Ehrengäste bei Buchmesse 2016
Was zwei Länder teilen

Frankfurt Mit hunderten neuen Büchern, 70 Autoren und einem multimedialen Pavillon präsentieren sich Flandern und die Niederlande im Herbst auf der Frankfurter Buchmesse. Der Sprachraum ist nach 1993 bereits zum zweiten Mal Ehrengast der weltgrößten Bücherschau.

Der Gastlandauftritt steht unter dem Motto "Dies ist, was wir teilen". Man teilt eine Sprache, Geschichte und Kultur, sagte der künstlerische Leiter, Bart Moeyaert. Bis zur Buchmesse (19. bis 23. Oktober) würden rund 250 literarische Neuerscheinungen ins Deutsche übersetzt, berichtete Projektleiter Bas Pauw; normalerweise seien es pro Jahr zwischen 80 und 90 Titel.

Zusammen mit den Büchern über das Doppel-Gastland lägen schon heute 376 Neuerscheinungen in 132 deutschen Verlagen vor. "Noch nie wurden in einem Jahr so viele Titel neu ins Deutsche übersetzt", erklärte Pauw. Zur Vorstellung haben die Organisatoren 400 Veranstaltungen geplant, die meisten finden bereits vor der Buchmesse. "Wir wollen vor allem junge Autoren und neue Literaturformen präsentieren", berichtete die Koordinatorin des literarischen Programms, Judith Uyterlinde. Der Gastland-Pavillon werde "eher ein Erlebnisraum als ein Bauwerk" sein, sagte Architekt Gert Kwekkeboom.

In der Mitte sei er, bis auf einige "Entspannungsmöbel", weitgehend leer; außen herum laufe ein Landschaftspanorama, das sich über den Tag verändere. Dahinter werde es eine Bücher-Ausstellung, ein Comic-Atelier und ein Theater geben. Die Planer wollen auch mit virtueller Realität spielen. Auf diese Weise sollen die Besucher ein Gebäude von Ludwig Mies van der Rohe oder die Nordsee sehen können. "Sie werden perplex sein", versprach Moeyaert.

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Weitere Informationen:

www.buchmesse.d
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