Frankfurt.
Kulturnotizen "Baut Palmyra wieder auf!"

(KNA) Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, fordert, Palmyra wiederaufzubauen. In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstag) schreibt Parzinger, es gehe dabei um "ein sichtbares Zeichen, dass man nicht gewillt ist, sich Kultur und Identität rauben zu lassen". Syrien werde solche Symbole des Respekts zwischen den Kulturen und den Religionen brauchen, um den Fundamentalismus zu besiegen. Parzinger verlangte außerdem, bedrohte Kulturgüter vorübergehend außer Landes zu bringen. Darüber müsse mit Syrien Einvernehmen erzielt werden. Parzinger beklagte einen Geldmangel der Weltkulturorganisation Unesco, die unter einem Beitragsboykott der USA und Israels leide.

Meinungsfreiheit in Gefahr

Berlin.(epd) Der britische Schriftsteller Salman Rushdie ("Die satanischen Verse") sieht die Meinungsfreiheit in Europa in Gefahr. "Wir leben in einer Zeit, in der wir Gefahr laufen, beim Eintreten für die Meinungsfreiheit zurückzufallen", schreibt Rushdie in einem Gastbeitrag für die Tageszeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe). Deshalb sei es wichtig, "diese Werte gerade jetzt noch einmal zu betonen. Es ist wichtig, dass wir Stellung beziehen. Dass wir standhaft sind. Dass wir sagen: Dies ist die Welt, in der wir leben möchten." Mit Blick auf den Terroranschlag gegen die Satire-Zeitung "Charlie Hebdo" schreibt Rushdie: "Und um in dieser Welt zu leben, muss es in Ordnung sein, dass es diese Karikaturen gibt. Wir müssen nicht versuchen, uns dafür zu entschuldigen, dass es diese Karikaturen gibt."
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