Gastronom Werner Spillner verstorben - Trauergottesdienst in der Kreuzkirche
Verstorben

Werner Spillner. Bild: lfp

Gastronom Werner Spillner

Eschenbach. (lfp) Ein bekannter ehemaliger Gastronom der Rußweiherstadt ist tot: Werner Spillner starb plötzlich und unerwartet in den Morgenstunden des Mittwochs.

Geboren wurde Spillner am 2. Februar 1942 in Gottsfeld bei Creußen. Zusammen mit seiner Schwester wuchs er in Schnabelwaid auf. Seine Schulzeit verbrachte er unter anderem an der Oberschule in Creußen. Um dorthin zu gelangen, musste er bei jedem Wetter von Schnabelwaid über die Bahngleise laufen. Nach dem Schulabschluss war er zunächst Bahnhofsanwärter. Nebenbei machte er jedoch noch eine Ausbildung zum Koch - seine große Leidenschaft.

Spitzname "Herr Lehnig"

Am 30. September 1961 heiratete Werner Spillner in Schnabelwaid. Aus der Ehe mit Erika gingen die Kinder Gabi und Volker hervor. Sein großer Stolz waren seine fünf Enkelkinder. Ein schwerer Schicksalsschlag war der frühe Tod seiner Tochter Gabi im Mai 2005.

Anfang der 1970er Jahre führte Spillner in Eschenbach einen Getränkelieferservice. Unter anderem führte er auch die Limonadenmarke "Lehnig", so dass er den Spitznamen "Herr Lehnig" verpasst bekam. 1974 übernahm er das Gasthaus "Weißes Roß" in Eschenbach, ehe er von 1978 bis 1983 den Bayreuther Hof in Hof a. d. Saale führte.

1983 kehrte Werner Spillner auf Bitten des damaligen Bürgermeisters Ficker nach Eschenbach zurück und übernahm das Hotel, die Gaststätte sowie die Camping- und Freizeitanlage "Am Rußweiher". Bis 1991 führte er diese, ehe er sie schweren Herzens aufgeben musste.

Die Leidenschaft fürs Kochen blieb. So war es für ihn selbstverständlich, dass er noch bis vor wenigen Monaten im Landgasthof Freiberger in Schnabelwaid jeden Sonntag beim Kochen half.

Von 1991 an bis zu seinem Tod arbeitete Werner Spillner bei der Metzgerei Gugel in Grafenwöhr. Dort war er vor allem für den Verkauf und die Kundenbetreuung in Grafenwöhr und bei Messen zuständig. Er war die große Stütze des Betriebs und konnte nicht aufhören zu arbeiten, obwohl er schon pensioniert war.

Apfelbacher Ortsvorsteher

Aber nicht nur sein Fleiß, sondern auch seine Geselligkeit und Humor zeichneten Werner Spillner aus. So war er ein gerngesehener Gast in den Vereinen, denen er als Mitglied angehörte. Neben dem Heimatverein, der Verkehrswacht, der Liedertafel "Frohsinn" und der Herzsportgruppe galt seine Leidenschaft vor allem dem Siedlerbund. Seit Jahrzehnten bekleidete er das Amt des Ortsvorstehers von Apfelbach. Nicht nur dort hinterlässt Spillner eine große Lücke.

Daneben unternahm er auch gerne Reisen - zusammen mit dem Siedlerbund oder mit seiner Familie. Und dann ging es vor allem nach Südtirol in "sein" Passeiertal. 2011 verlieh ihm der dortige Tourismusverein die Ehrenurkunde für 30-jährige Treue.

Der Trauergottesdienst für Werner Spillner beginnt am Freitag, 21. November, um 13.30 Uhr in der evangelischen Kreuzkirche. Die Urnenbeisetzung auf dem Friedhof schließt sich an.
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