"Gedämpft" beim Echo

Herbert Grönemeyer gewann den Musikpreis Echo in der Kategorie "Künstler Rock/Pop national". Bild: dpa

Und wieder "Farbenspiel": Helene Fischer holt mit ihrem Schlageralbum zu zweiten Mal den Album-Echo. Herbert Grönemeyer freut sich "gedämpft" über seinen Preis. Die Show wurde überschattet von der Flugzeugkatastrophe in Frankreich.

Helene Fischer ist die große Gewinnerin beim diesjährigen Echo. Die Schlagersängerin gewann zum zweiten Mal in Folge mit ihrem "Farbenspiel" in der Kategorie Album des Jahres. Den Preis in der Kategorie Schlager überreichte ihr später Til Schweiger, mit dem sie einen "Tatort" gedreht hat.

Schweiger lobte Fischer als "nice". Fischer bedankte sich und sagte: "Wir haben den "Tatort" gedreht und ich weiß, einige werden enttäuscht sein, dass ich nicht gleich in den ersten fünf Minuten erschossen werde. Aber ich kann euch nicht jeden Gefallen tun." Auch beim Hit des Jahres war die 30-Jährige mit ihrem Ohrwurm "Atemlos" erfolgreich.

Erinnerung an Udo Jürgens

Insgesamt war die Berliner Gala überschattet von der Flugzeugkatastrophe in den Alpen. Der Echo begann mit einer Schweigeminute. Danach ging das Gedenken weiter: Stars wie Udo Lindenberg und Herbert Grönemeyer erinnerten an den im Dezember gestorbenen Udo Jürgens und sangen dessen Lied "Ich weiß, was ich will".

Grönemeyer wurde als Künstler Rock/Pop National geehrt. Der Altmeister bedankte sich auf der Bühne in Berlin, "auch wenn man sich an einem Tag wie heute etwas gedämpft freut". Andrea Berg wurde zum Live-Act National gekürt und die Hamburger Gruppe Revolverheld zur Band Rock/Pop National. Das Ethno-Pop-Bandformat Oonagh mit der Sängerin Senta-Sofia Delliponti (24) wurde zur Künstlerin Rock/Pop National gekürt und holte auch einen Newcomer-Preis. Das Projekt Unheilig mit dem Frontmann Der Graf, das sich von der Bühne verabschieden will, gewann im Bereich Rock/Alternative National.

In der Kategorie Volkstümliche Musik siegte der österreichische Volks-Rock'n'-Roller Andreas Gabalier. Künstler Rock/Pop International wurde der britische Singer-Songwriter Ed Sheeran. Das Erste übertrug die von Barbara Schöneberger moderierte Show live. 2014 und 2013 war Helene Fischer die Gastgeberin gewesen. Schöneberger scherzte zum Auftakt auch wegen Helene Fischers vier Nominierungen: "Herzlich Willkommen zu den Helene-Fischer-Festspielen."

Einen Echo mit nach Hause nehmen kann in den meisten Kategorien nur, wer auch in den Charts erfolgreich war. Nominiert waren nach Angaben des Musikverbandes die Bestplatzierten der offiziellen deutschen Top-100-Album-Charts. Eine Jury wählte dann aus den fünf Bestplatzierten je Kategorie ihre Favoriten. Der Echo gilt als der wichtigste deutsche Musikpreis.
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