Geschichte des Klosters als Dokumentarfilm
Lebendig und dramatisch

Großen Wert auf Authenzität legte der Filmemacher auf die Darstellung der Geschichte des Klosters Speinshart. Mehr als 100 Mitwirkende unterstützten Robert Neuber bei seinem Projekt. Bild: lfp
Speinshart. (lfp) Es ist ein gewaltiges Projekt: die Produktion des Dokumentarfilms "Frucht und Erbe". Vor einem Jahr begannen die Vorbereitungen und Dreharbeiten für das rund 50-minütige Video über die Geschichte des Klosters Speinshart.

Der Filmproduzent Robert Neuber studiert an der Fachhochschule Amberg-Weiden Medienproduktion und Medientechnik. Der Dokumentarfilm "Frucht und Erbe. Die Geschichte des Klosters Speinshart" ist als seine Bachelor-Arbeit entstanden. Am Sonntag, 30. November, wird der Streifen nun erstmals öffentlich gezeigt.

Der Vetter muss helfen

Der Film erzählt das Schicksal des letzten Speinsharter Klosterrichters Alois Tretter. Als junger Jurist kommt er 1795 nach Speinshart, um auf Einladung seines Vetters Abt Dominikus II. die Stelle des Klosterrichters zu übernehmen. Abt Wagner hat ein großes Erbe zu verwalten. Dazu braucht er die Hilfe seines Vetters.

Außerdem steht das Kloster damals vor einem gewaltigen Schuldenberg, und auch die anbrechende Säkularisation bedroht die Existenz der Abtei. Abt Wagner leidet unter dem Gedanken, dass die Früchte und das Erbe der namhaften Abtei Speinshart vor dem Untergang stehen. Er kann das Ende nicht aufhalten. Die ganze Geschichte des Klosters sieht er an sich vorbeiziehen. Klein und kümmerlich fühlt er sich im Schatten seiner Vorgänger. Mit der Säkularisierung geht diese Ära 1803 endgültig zu Ende.

Sebastian Hölz, bekannt aus vielen Fernsehserien, erzählt die spannende Geschichte von Abt Wagner und des letzten Klosterrichters Alois Tretter. In diese Handlungen ist die gesamte Geschichte der Prämonstratenserabtei Speinshart eingebunden. Auf eine äußert gelungene und spannende Art gibt Robert Neuber in seinem Film einen einzigartigen Einblick in die Geschichte des Klosters. Mit lebendigen und teilweise dramatischen Bildern beleuchtet der Zintlhammerer die verschiedensten Szenen der Vergangenheit. Der Film "Frucht und Erbe" endet nicht mit der Säkularisierung von 1803, sondern mit dem Wunder von Speinshart: 1921 kaufte und besiedelte das Stift Tepl das Kloster. Seitdem leben hier wieder Prämonstratenser.

Authentische Darstellung

Über 100 Mitwirkende haben Robert Neuber unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit Johann Walter aus Kastl hat er die einzelnen Szenen koordiniert und größten Wert auf eine authentische Darstellung der Ereignisse gelegt. Gefördert wurde der Film über das Leader-Projekt Anlaufphase Internationale Begegnungsstätte Kloster Speinshart. Künftig wird der Film im Infopunkt Kloster Speinshart zu sehen sein.

Die Premiere von "Frucht und Erbe" ist am 30. November. Um 19 Uhr wird der Dokumentarfilm erstmals im Gemeindezentrum gezeigt. Der Eintritt ist frei. Anschließend wird zu einer Begegnung eingeladen.
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