Göttingen/Hannover.
Kulturnotizen Leibniz-Briefe gehen online

(epd) Mehr als 10 000 historische Briefe des Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716) sind im Internet abrufbar. Die Briefe bildeten ein "einzigartiges Zeugnis der europäischen Gelehrtenkultur im Übergang vom Barock zur frühen Aufklärung", sagte eine Sprecherin der an der Online-Datenbank "Leibniz-Edition" beteiligten Göttinger Akademie der Wissenschaften am Mittwoch. Die Briefwechsel des Gelehrten wurden 2008 in das Unesco-Weltdokumentenerbe aufgenommen. Die meisten Briefe habe Leibniz auf Latein und Französisch verfasst. Die Kommentare könnten die Nutzer aber auch auf Deutsch lesen. Erfasst sind derzeit rund 1 000 Personen, zu denen der Wissenschaftler Kontakt hatte Die frei zugängliche Datenbank des Leibniz-Archivs Hannover sowie den Göttinger und Berlin-Brandenburgischen Akademien der Wissenschaften ist unter https://leibniz.uni-goettingen.de.

Berlinale-Kamera für Marcel Ophüls

Berlin.(dpa) Marcel Ophüls war sechs Jahre alt, als er mit seinen Eltern vor den Nazis nach Frankreich fliehen musste. Später setzte sich der Sohn des bekannten Regisseurs Max Ophüls in seiner eigenen Arbeit als Dokumentarfilmer intensiv mit der deutschen Vergangenheit auseinander. Sein Film "Hotel Terminus" über den Gestapo-Kommandanten Klaus Barbie (1989) wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Bei den Nürnberger Prozessen entstand die fünfstündige Dokumentation "The Memory of Justice" (Nicht schuldig, 1976). Die Berliner Filmfestspiele zeichneten den 87-Jährigen am Mittwoch mit einer Berlinale-Kamera aus.

Preis an Udo Kier für sein Lebenswerk

Berlin.(dpa) Der notorische Filmbösewicht Udo Kier (70) erhält den Ehren-Teddy für sein Lebenswerk. Er hat in mehr als 200 Filmen mitgespielt, unter anderem bei Andy Warhol, Lars von Trier und Christoph Schlingensief. Die schwul-lesbische Auszeichnung, der laut Veranstalter wichtigste "queere"- Filmpreis der Welt, wird zum 29. Mal in mehreren Kategorien vergeben. Sie geht an Filme und Personen, die sich vorbildhaft für die Gleichstellung Homosexueller einsetzen. Werke aus allen Sektionen des Festivals konkurrieren um den Preis. Er wird am Freitag (13. Februar) in der "Komischen Oper Berlin" vergeben - einen Tag vor den begehrten Bären.
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