Große Trauergemeinde nimmt Abschied von Dr. Gerhard Peter - Tief in seinem Beruf verwurzelt - ...
Als Arzt Mitmenschlichkeit tagtäglich gelebt

Mitglieder der BRK-Bereitschaft trugen den Sarg zum offenen Grab und erwiesen Dr. Gerhard Peter die letzte Ehre. Bild: mab
Schwarzenfeld. (mab) Das Zeichen des Kreuzes, in Verbindung gebracht mit dem Symbol der Schlange aus dem Vierten Buch Mose, hat Pfarrerin Heidi Gentzwein in den Mittelpunkt ihrer Predigt anlässlich der Trauerfeierlichkeit für Dr. Gerhard Peter gestellt. Der Äskulapstab, der sinnbildlich für den Beruf des Mediziners steht, rückte dabei in die besondere Betrachtung der evangelischen Seelsorgerin, die dankbar auf die ökumenische Verbundenheit zur benachbarten katholischen Schwestergemeinde hinwies. Das Requiem fand aufgrund der großen Anzahl von Kirchenbesuchern in der Marienkirche statt.

In einer Rückschau auf den Lebensweg des beliebten Landarztes waren es immer wieder zwei besonderes herausgestellte Vorlieben des gebürtigen Schwarzenfelders, die Erwähnung fanden. Zum Einen, das in seinem Beruf verwurzelte, besondere Zeichen einer tagtäglich gelebten Menschlichkeit, zum Anderen die bis zu seinem Tod andauernde Liebe zur Natur und hier, neben dem waidmännisch geprägtem Blick, insbesondere die Freude an seinem Garten. Amüsante Anekdoten und Geschichten in Zusammenhang mit dem Verstorbenen gäbe es viele, so Heidi Gentzwein. Sie gab der vorherrschenden Trauer damit für einen Augenblick ein anderes Gesicht.

Sein Wort hatte Gewicht

Bürgermeister Manfred Rodde beleuchtete das Wirken von Dr. Peter als Mitglied des Marktrates von 1972 bis 1978 bei der Schwarzenfelder Wählergruppe, wo sein Sachverstand anerkannt war und sein Wort Gewicht fand. "Er war als Mensch und Arzt da, wenn man ihn gebraucht hat" skizzierte Rodde Dr. Peters Wirken für das Gemeinwohl.

Gewürdigt wurde auch Dr. Peters andauerndes Engagement für die Hegegemeinschaft und Jagdhornbläser sowie den Ärztlichen Kreisverband Schwandorf. Herausragend dabei sein aufopferungsvolles Handeln im Sinne des BRK, das den Arzt und das wertvolle Mitglied für die Schwarzenfelder Bereitschaft in den Mittelpunkt stellte. Für 56 Jahre fördernde Mitgliedschaft dankte die Feuerwehr des Marktes.

"Wenn es soweit ist, dann ist es soweit," so die gesunde innere Einstellung zum Tod und oftmals zitierte Aussage des Familienmenschen und Seelsorgers im Sinne einer gelebten Menschen- und Patientennähe. Eine überaus große Trauerschar nahm Abschied vom "Peter-Hax" und würdigte damit am Grab stillschweigend sein Lebenswerk.
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