Hamburger Museum widmet sich "Tattoos"

Die Aufnahme von Maud Stevens Wagner (1877-1961), erste bekannte Tattoo-Künstlerin in Amerika, ist neben zahlreichen anderen Exponaten vom 13. Februar bis 6. September 2015 im Museum für Kunst und Gewerbe MKG in Hamburg bei der Ausstellung "Tattoo" zu sehen. Bild: MKG/National Library Washington/dpa
Hamburg.(nt/az) Im Winter verborgen, im Sommer öffentlich zur Schau getragen: Tattoos sind heute allgegenwärtig. Als kulturhistorische Konstante sind sie aber weit mehr als ein Massenphänomen und kultiges Modeaccessoire. Tattoos erzählen persönliche Geschichten, schaffen Identität und Zugehörigkeit, sollen schmücken, heilen und schützen, sie faszinieren oder stoßen ab, werden mystifiziert oder sind Teil von Trends.

Die Ausstellung "Tattoo" im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) lotet erstmals das breite Spektrum dieser alten und noch immer sehr lebendigen Kulturtechnik im Fokus von Kunst und Design aus, stellt internationale Positionen vor und greift aktuelle Diskussionen auf. Sie beleuchtet die Ambivalenz des Tattoos zwischen Auszeichnung, sozialer Zuordnung, Identitätsmerkmal und Stigmatisierung in verschiedenen Kulturen, sozialen Schichten und Epochen. Ein Schwerpunkt liegt auf der wechselseitigen Beeinflussung von Kunst, traditioneller Tätowierpraxis und visueller Gestaltung.

Mit der Schau blickt das MKG auch zurück auf die traditionsreiche Geschichte der Hamburger Tattoo-Szene, deren Wiege im Hafenmilieu des späten 19. Jahrhunderts zu finden ist. Bisher unveröffentlichte historische Fotografien dokumentieren die typischen Tätowierungen der Hamburger Arbeiterschaft um 1890.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.mkg-hamburg.de
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