Italo-Band begeistert 300 Zuhörer im Kulturschloss
Von dolci Signori bestens bedient

I dolci Signori mit ihrem Front-Trio (von links) Richie Necker, Rocky Verardo und Gianni Carrera gingen in Theuern gleich in die Vollen - und ihr Publikum ging nur zu gerne mit. Bild: e
(e) Zugabe, Zugabe: Ohne die ließ das Publikum die glorreichen Sechs des Italo-Pop und -Rock nicht von der Bühne. Dem Programm-Ende mussten mit Mamma Maria und Maledetta Primavera noch zwei Songs folgen, erst dann durften I dolci Signori abtreten. Die Italo-Band hat im Kulturschloss Theuern den rund 300 Zuhörern wieder einmal alles gegeben. Auch das gewisse Urlaubsgefühl, ganz ohne am Brenner oder bei San Bernardino im Stau zu stehen. Wer es schaffte, bei den mitreißenden Songs die Augen zu schließen, der hat seinen ersten Kurzurlaub am Meer hinter sich.

Drei Stunden dolce Vita

I dolci Signori waren molto bene. Wer die erfolgreiche Band kennt, hat das auch erwartet, wollte genau das hören und - wurde bestens bedient. I dolci Signori vermittelten musikalisch das dolce Vita, jene Lebensfreude, die man den Italienern zuschreibt. Diese Signori sind eine Mischung aus perfekten italienischen Sängern (Rocky Verardo aus Apulien und Giannni Carrera aus Kalabrien) und bayerischen Vollprofis mit Frontmann Ricardo Belli alias Richie Necker, Michele Foresta (Drums), am Bass Uli Rossi, Bernd Meyer ("del fuego") mit Akkordeon und Klavier. Und sie sind eine Band, die eins mit dem Publikum gemein hat: die Liebe zur italienischen Musik. Aber die Gruppe versteht sich auch aufs Englische ("Let me be"), wie ihr dreistündiges Programm bewies.

Ihr Kerngeschäft aber ist der Italo-Pop - und den beherrschen sie überragend. Das geneigte Publikum jedenfalls ging nach einem Buona Sera Ragazzi gleich in die Vollen, wie auch die Band. Sie sang, unterstützt von herrlichen Lichteffekten und viel Equipment, aus ihrem Album "Un po di noi" und bekam die ersten lauten Bravo-Rufe beim temporeichen "Tu vuo fa L'Americano" zu hören. Da hatte die Band bereits das Herz der Zuhörer berührt. Dazwischen immer wieder mal ein kleiner Sprachkurs in Italienisch und, natürlich, Adriano Celentano oder Eros Ramazotti. Solche Klassiker zwingen ja gerade zum Mitsingen und -swingen. Wohlklingende Titel wie "Cose della vita" lassen viel Gefühl erwarten: Das offenbarte Bandleader Richie Necker dann auch bei der Imitation von Tina Turner. Grandios waren das "Baila Morena" von Zucchero oder "Se bastasse una Canzone" von Eros Ramazotti.

Da muss man mitmachen

Da blieb den Italo-Fans gar nichts anderes übrig, als mitzumachen. "Cose della vita", das sind sie die Dinge, die das Leben lebenswert machen. Die Signori waren nicht zum ersten Mal da. Sie kommen auch gerne wieder, verrieten sie backstage.
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