"Jessas, heit gibt's a Musi"

Die Musikanten Manfred Döllinger, Rudolf Fink, Alois Lippert (sitzend von links), Herbert Storek und Josef Kämpf (stehend von links), die Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick und ihr Akkordeonbegleiter Roland Küffner brachten Stimmung in den großen Saal im Landgasthof. Bild: jzk

Immer wieder kommen neue Musikanten zum Wirtshaussingen des Heimatlichen Arbeits- und Förderkreises Kemnath (HAK). Vor allem traditionelle Mundartlieder waren bei den Gästen gefragt, die sich nicht lange bitten ließen, selbst mitzusingen.

Diesmal spielte Herbert Storek aus Kemnath mit seiner Steirischen Harmonika auf. Für die Lied "Der alte Jäger", "Der Paul und sein Gaul" und den "Fuhrmannsmarsch" bekam er viel Beifall."Tief im Frankenwald", das "Arberlied" und die Volkslieder "Wahre Freundschaft soll nicht wanken" und "Waldeslust" trug Josef Sturm mit seiner "Steirischen" vor. Manfred Döllinger spielte seinen selbst komponierten Walzer "An der Save" und die "Fuchsgraben-Polka". Christa Götz begleitete er bei ihrem Lied "Warum weinst du, kleine Christina?" auf seinem Akkordeon.

"Heit gibt's a Regragout", "Ja, wenn ma sua a Tipfl höin", "Da schöinste Baam ist da Voglbeerbaam" oder "Aaf Schwoarzaboch göih i nimmer hutzn" waren Mundartlieder, die sich die Gäste wünschten. Monika Fink sagte die Seite in der Liedermappe an, bat die Musikanten um ein Vorspiel in einer Tonart, bei der jeder mitsingen konnte. Auch "Jessas, Leit, heit gibt's a Musi" oder "A sua a pfiffigs Bauernöich" waren beliebte Wunschlieder, die Roland Küffner, Rudolf Fink und Manfred Dollinger mit ihren Instrumenten begleiteten. An manchen Stellen brachte Dieter Paulus seine Original Zillertaler Ratschn zur Geltung. Mit humorvollen Geschichten brachte er das Publikum zum Lachen. Auch Sieglinde Wick verstand es, Witze zu erzählen.

In den Gesangspausen spielte ein Musikant auf. Monika Fink sorgte dafür, dass bei den Vorspielrunden jeder Volksmusikant dran kam. Dem fast 88-jährigen Erzmusikanten Alois Lippert gefällt es in dieser Musikerrunde inzwischen so gut, dass er fast jedesmal aus Tirschenreuth zum Wirtshaussingen kommt. "Mit seinen Liedern "Ja, wenn da Sunta kimmt" und "Wer koa Geld hot" und einer selbst komponierten Polka kam er wieder sehr gut an.

Applaus bekam auch Joseph Kämpf für seine Lieder "Der kleine Harmonikaspieler" und "Die Weltkugel", die er selbst auf seiner Gitarre begleitete. "Wir bleiben ledig" lautete eine Stelle in dem Lied, das die Kemnather Sängerinnen Monika Fink und Sieglinde Wick mit ihrem Akkordeonbegleiter Roland Küffner einstudiert hatten. Viel Applaus bekamen sie auch für "Mit Oberpfälzer ham an Stammtisch drobn im Himmel". Bei dem Lied "Der Bauer und sei Alte" forderten sie das Publikum auf, den Refrain kräftig mitzusingen.

Als Monika Fink das Lied "Nimm dir Zeit" anstimmte, merkten alle, dass es Zeit zum Abschiednehmen war. Gastwirt Bruno Busch ist ein Förderer der Volksmusik. Er sorgte mit seinem Team bestens für Speis und Trank.
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