Jubilare feierten langjähriges Zusammensein - Diamante Hochzeit für Hildegard und Karl Kammerer
Die Ehe als Tandem: Einer sitzt vorne

"Die Ehe ist ein Tandem - einer muss immer vorn sein, ohne sich deshalb vom anderen zu entfernen." Dieses Zitat des Psychologen Dr. Ulrich Beer legte Pfarrer Gerhard Schmidt seinen Predigtgedanken zum Ehejubiläum zugrunde.

Der Geistliche erkannte in der Entscheidung der Jubelpaare vor vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte. "Ihr habt Höhen und Tiefen durchlebt, Schönes erlebt und Schlimmes ertragen, wie das Leben so spielt - und ihr seid beieinander geblieben."

Die 20 Paare bekundeten nun im Gottesdienst in der St.-Erhard-Kirche auch gesanglich ihren Dank vor Gott. In diesem Jahr feiern sie einen runden oder halbrunden Ehejubiläumstag. Schmidt und die Pfarrgemeinderäte mit Sprecherin Birgit Gösl an der Spitze hatten zur Messe eingeladen. Noch einmal zum Bild mit dem Tandem zurückkommend, ergänzte der Geistliche, einer müsse stets die Führungsrolle übernehmen, denn nur der Vordere könne lenken.

Taktgefühl, Klugheit

"Einer muss die Richtung vorgeben, auf der Kommandobrücke stehen." Sicherlich hätten sich die Jubilare dabei abgewechselt. Dies schaffe Gerechtigkeit und trage zur Harmonie bei. In einer guten Zweisamkeit wolle keiner den anderen abhängen. Es brauche dazu viel Taktgefühl und Klugheit. Zwar sei der eiserne Rahmen des Tandems zusammengeschweißt, aber die Eheleute nicht. Jeder brauche seinen Freiraum, seine Nische, Luft zum Atmen, um Mensch zu bleiben, führte der Geistliche aus.

"Eine Zeit lang führte die Fahrt über schöne Straßen durch eine herrliche Landschaft", blieb der Geistliche im Bild. "Doch dann kam eine holprige Kiesschicht und Widerstände ergaben sich. Doch auch das habt ihr überstanden." Man könne mit dem Rad leicht in ein Loch fallen, wenn in der ehelichen Gemeinschaft die "Luft raus ist", Aus diesem Grund gilt: "Die Ehe ist eine Brücke, die man täglich bauen muss - am besten von beiden Seiten", appellierte der Pfarrer.

Auch für die Gescheiterten

In den Fürbitten, die Pfarrgemeinderätin Monika Krug vortrug, bezogen die Gläubigen auch jene Ehepaare ein deren Beziehung gescheitert ist. Bei der Kommunionbetrachtung verglich Nikola Wolfrath die Ehe als Haus. Die Frauengruppe des Kirchenchors gestaltete die Messe unter Leitung von Heribert Kett.

Nach dem kirchlichen Teil trafen sich die Jubelpaare im Pfarrheim zum Sektempfang. Dabei fehlte nicht ein Rückblick auf markante Vorkommnisse der vergangenen Jahre. Birgit Gösl überraschte mit komischen und satirischen Geschichten aus dem Ehealltag, die für Heiterkeit sorgten und zum Raten einluden. Jedes Paar freute sich über eine Urkunde und eine von Andrea Bayer gestaltete Hochzeitskerze zur Erinnerung an den besonderen Tag.

Diamantene Hochzeit feierten Hildegard und Karl Kammerer aus Roggenstein. Sie gehen seit 60 Jahren Seite an Seite durchs Leben. Die Juwelenhochzeit für 55 Jahre stand bei Gertraud und Otto Pelzl aus Kaimling an. Goldene Hochzeit (50 Jahre) begingen Martha und Josef Reil aus Roggenstein. 40 Jahre (Rubinhochzeit) sind Ermenhilde und Max Grünauer aus Kaimling, Anna und Hermann Hilburger aus Muglhof sowie Sonja und Manfred Pausch aus Kaimling verheiratet. Ihre Perlenhochzeit für 30 gemeinsame Jahre können sich Beate und Gerhard Maier aus Roggenstein, Monika und Johann Herrmann aus Matzlesrieth sowie Ingeborg und Josef Wolfrath aus Roggenstein ins Stammbuch schreiben. Silberhochzeit (25 Jahre) feierten Monika und Georg Völkl aus Zeßmannsrieth, Christa und Michael Ertl aus Mitterhöll, Michaela und Wolfgang Schuller aus Oberschleif und Isabella und Arnold Bachmeier aus Roggenstein an.

20 Jahre (Porzellanhochzeit) sind verheiratet: Petra und Bernhard Schnupfhagn, Roggenstein; Angela und Otto Schinzel, Kaimling; Monika und Hans-Jürgen Rewitzer, Ödenthal; Elisabeth und Wilhelm Woldrich, Roggenstein; Manuela und Markus Riedl, Kaimling; Heidi und Alfred Hierold, Roggenstein. Auf ihre Rosenhochzeit mit dem zehnten Hochzeitstag schauen Tanja und Wolfgang Schönberger aus Kaimling.
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