Kerstin Falk aus dem Landkreis Schwandorf zieht nach "Newtopia"
Ein Jahr ohne Familie und Job

Die 38-jährige Kerstin Falk hat sich ein fast unmöglich scheinendes Ziel gesetzt. Nachdem sie ihren Beruf dafür vorläufig an den Nagel gehängt hat, begibt sich die kaufmännische Angestellte ohne ihre Familie für maximal ein Jahr in den Fernsehort "Newtopia" bei Berlin - als eine von 15 Bewohnern, die dort, abgeschottet von der Welt, eine neue Gesellschaft aufbauen sollen. Bild: SAT 1/Jens Koch

Nabburg/Berlin.( td) Diese Frau traut sich was. Kerstin Falk (38) aus dem Landkreis Schwandorf gibt für ein Jahr Familie und Beruf auf und zieht nach "Newtopia" - ein TV-Camp des Senders Sat 1. Heute Abend geht es los.

"Was wäre, wenn ich noch mal ganz von vorne anfangen könnte?" Diese Frage stellt sich wohl jeder mindestens einmal in seinem Leben. 15 Menschen aus ganz Deutschland wagten genau dieses Experiment und zogen aufs brandenburgische Land. Bei dem neuen Reality-TV-Format "Newtopia" werden die sogenannten Pioniere ein Jahr in ihrer eigenen Gesellschaft leben, wohnen und arbeiten - 24 Stunden am Tag und von 105 Kameras beobachtet.

Über 8.000 Bewerber

Über 8000 Bewerber hat es für diese Mega-Ausgabe von "Big Brother" gegeben. Eine, die sich durchgesetzt hat, ist eine Frau, die im Fernsehen als "Kerstin, 38, Buchhalterin aus Nabburg" vorgestellt wird. Dahinter steckt Kerstin Falk, die mit Mann Michael (39) und Tochter Dunja (14) bislang ein gutbürgerliches Leben in einem kleinen Ort in der Nähe von Nabburg lebte und in einem mittelständischen Betrieb in Wernberg-Köblitz für das Büro zuständig war. "Von außen betrachtet mag mein Leben wunderbar und schön sein", sagte sie in einem Trailer zur Show.

Art der Selbstbestätigung

Doch das Leben als Angestellte, Ehefrau und Mutter füllte sie nicht mehr aus. "Trist und langweilig" sei es, eine neue Art der Selbstbestätigung musste her. Und die fand Kerstin Falk in dem Angebot des Senders. Nach eigener Einschätzung ist die 38-Jährige "eine Powerfrau", die "gerne nach vorne geht" und sich schon vor Beginn der Sendung als Leitfigur der kleinen Landkommune vor den Toren Berlins ins Spiel gebracht hat.

Unterstützung aus der Ferne

Wie die anderen Pioniere ist sie abgeschottet von der Außenwelt, auch von den Angehörigen. Die sitzen heute Abend und die nächsten Monate vor dem heimischen TV-Gerät, um die abenteuerlustige Nabburgerin wenigstens zu sehen und mit ihr zu fiebern, wenn sie sich hoffentlich in ihre neue Umgebung einlebt und die Herausforderung meistert. Die Unterstützung von Mann und Tochter ist ihr aus der Ferne sicher. "Wir stehen voll hinter ihr", versichern Michael und Dunja Falk. Auch für die beiden Daheimgebliebenen wird es sicher ein ungewöhnliches Jahr.
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