Klare Absage
Flirt zwischen Real und Lewandowski

Torjäger Robert Lewandowski soll weiterhin mit dem FC Bayern Titel und Triumphe feiern. Der Verein erteilte dem Begehren von Real Madrid forsch eine Absage. Bild: dpa

München. Real Madrid lockt mal wieder - doch ein vorzeitiger Abschied von Robert Lewandowski kommt für den FC Bayern gar nicht infrage. Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge erteilte allen Spekulationen um einen möglichen Wechsel des Weltklassestürmers eine unmissverständliche Absage. "Robert Lewandowski wird in der kommenden Saison bei Bayern München spielen. Da muss sich keiner Gedanken machen", sagte Rummenigge in einem Interview des "Kicker", das in Auszügen vorab am Samstag bei kicker.de veröffentlicht wurde.

Gerüchte im "Spiegel"


Kurz vor der Fußball-EM in Frankreich hat Lewandowskis Berater Cezary Kucharski die jüngsten Spekulationen um einen Abschied des 27-Jährigen aus München ausgelöst. In der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" bestätigte er Gespräche mit Champions-League-Gewinner Real Madrid.

"Real Madrid ist vor einigen Wochen auf uns zugekommen, wir haben uns alles angehört", sagte Kucharski, der zusammen mit Maik Barthel den Kapitän der polnischen Nationalelf berät. "Es ist ein großer, spannender Verein. Wir haben den FC Bayern darüber informiert, dass wir Gespräche mit Madrid geführt haben." Dem "Spiegel" zufolge soll Real einen Sechsjahresvertrag mit einem Gehalt von 25 Millionen Euro jährlich plus Erfolgsprämien geboten haben.

Lewandowski hat beim deutschen Rekordmeister noch einen Vertrag bis 2019. Doch die Bayern sind schon lange daran interessiert, ihren Weltklassemann noch länger an sich zu binden und damit ein weiteres Signal an die zahlungskräftige Konkurrenz zu senden. Bis 2021 konnten die Münchner zuletzt schon die Verträge von Thomas Müller, Manuel Neuer, Jérôme Boateng, Javi Martínez und David Alaba verlängern. Ihr Goalgetter soll das nächste Puzzleteil werden. Lewandowski hat seinen Markwert seit dem Abschied vom Ligarivalen Borussia Dortmund 2014 zu den Bayern weiter steigern können. In dieser Saison knackte er erst als sechster Bundesligaspieler die 30-Tore-Marke. Erst im Januar hatte auch Paris Saint-Germain, das Ersatz für Zlatan Ibrahimovic braucht, Interesse bekundet.

Lewandowski kennt seinen Wert. Bei einem weiteren Ja-Wort an die Münchner will er natürlich in die Gehaltsklasse von Topverdienern wie Müller oder Neuer vorstoßen. Die Worte seines Beraters sind daher auch als Teil des Vertragspokers zu werten.

Keine Ausstiegsklausel


Rummenigge verwies indes darauf, dass es in dem Kontrakt des Bundesligatorschützenkönigs keine Ausstiegsklausel gibt: "Wir werden Robert Lewandowski nicht abgeben, egal, welches Angebot auf den Tisch kommt. Es gibt keine Schmerzgrenze bei Robert."

Lewandowski, der sich derzeit im polnischen Arlamow mit seiner Nationalmannschaft auf die EM vorbereitet, und seine Frau fühlen sich in München wohl. Zugleich räumte er im "Spiegel" ein: "Dass Real eine große Anziehungskraft auf jeden Fußballer hat, ist klar."
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