Köln.
Kulturnotizen Kündigung unwirksam

(dpa) Es war ein Paukenschlag, als letztes Jahr der Kölner Dombaumeister abberufen wurde. Doch jetzt hat ein Gericht das Domkapitel zurückgepfiffen: Die Kündigung war unwirksam. Das Gericht begründete dies damit, dass Haucks Vertrag nur eine fristlose Kündigung zulasse. Ihm sei jedoch nicht fristlos gekündigt worden, sondern er habe sein Gehalt noch sieben Monate weiterbezogen. Das Kölner Domkapitel muss nun entscheiden, ob es in Berufung geht - andernfalls kann Hauck seine Arbeit wieder aufnehmen.

Angeblich soll ein schlechter Führungsstil zu dem Zerwürfnis geführt haben - Hauck bestreitet dies jedoch. Die Vorsitzende Richterin Andrea Wilmers ging nicht darauf ein. Die erfolgte Kündigung sei aus vertragsrechtlichen Gründen unwirksam, erklärte sie. "Auf die Gründe kommt es danach nicht weiter an." Sie erwähnte aber, dass Hauck "keine silbernen Löffel gestohlen" habe.

Das lässt darauf schließen, dass das Gericht eine fristlose Kündigung für nicht gerechtfertigt gehalten hätte. Hauck ist in einem beamtenähnlichen Anstellungsverhältnis. Hauck versicherte im Anschluss, er strebe nicht nach einer Abfindung, sondern wolle seine Arbeit wieder aufnehmen.

Oleg Bryjak postum Ehrenmitglied

Düsseldorf.(dpa) Der bei dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen ums Leben gekommene Bassbariton Oleg Bryjak ist postum zum Ehrenmitglied der Deutschen Oper am Rhein ernannt worden. Damit werde sein Wirken an der Rheinoper gewürdigt, zu deren Ensemble er fast 20 Jahre gehört habe, teilte die Oper am Donnerstag mit.

Durch seine internationalen Erfolge habe er zum Renommee seines Stammhauses beigetragen. Noch im vergangenen Jahr hatte Bryjak in Bayreuth als Alberich in Wagners "Siegfried" debütiert. Mit dieser Rolle hatte er auch in Barcelona gastiert, bevor er am 24. März den schicksalhaften Rückflug nach Düsseldorf antrat.

320 Musiker beim "Jazz-Frühling"

Kempten.(dpa) Jazz in seinen vielfältigen Spielarten wird von diesem Samstag (25. April) an neun Tage lang in Kempten geboten. Rund 320 Musiker aus 20 Nationen kommen zum 31. "Jazz-Frühling" zusammen. Mit ihren Auftritten in Kirchen, Konzertsälen, Clubs, Autohäusern, im Krankenhaus und unter freiem Himmel verwandeln sie die Allgäuer Stadt bis zum 3. Mai in eine große Bühne.

Nach Angaben des Veranstalters, des Kemptener Kleinkunstvereins "Klecks", sind 74 Konzerte an 40 Spielorten geplant. Neben Jazz-Größen wie der brasilianischen Pianistin Tânia Maria und den Deutschen Wolfgang Dauner und Joja Wendt treten auch Bands und Solisten aus der Region auf.

Der "Jazz-Frühling" gehört zu den kulturellen Höhepunkten in Kempten und den bedeutendsten Jazz-Festivals im deutschsprachigen Raum. Schon die Open-Air-Eröffnung am Samstag lockt jedes Jahr mehrere Tausend Allgäuer und Jazz-Touristen in die Innenstadt, wo es den ganzen Tag lang an allen Ecken Live-Musik zu hören gibt.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.