Köln.
Kulturnotizen Sorrentino erhält Kölner Filmpreis

(KNA) Paolo Sorrentino (45), italienischer Regisseur, Drehbuchautor und Schriftsteller, erhält in diesem Jahr den Filmpreis Köln. Die mit 25 000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 1. Oktober im Rahmen der 25. Cologne Conference vergeben, wie die Film- und Medienstiftung NRW und die Stadt Köln am Donnerstag bekanntgaben. "Mit Paolo Sorrentino ehrt der Filmpreis Köln einen der wichtigsten europäischen Regisseure der Gegenwart", so die Geschäftsführerin der Film- und Medienstiftung NRW, Petra Müller. "Vielschichtig und anspielungsreich erzählt, verbinden seine Filme virtuos politische und gesellschaftliche Analyse mit großartigen Bildern, die lange im Gedächtnis bleiben." Sorrentino wurde 2008 mit seinem Film "Il Divo" bekannt, einer Politsatire über den italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti und dessen mutmaßliche Mafia-Verbindungen.

Ausstellung über Mondrians Werke

Berlin.(dpa) Piet Mondrian (1872-1944) zählt zu den weltweit wichtigsten Vertretern der abstrakten Malerei. Der Berliner Martin-Gropius-Bau zeichnet jetzt in einer Ausstellung die Entwicklung des niederländischen Künstlers von seinen frühen impressionistischen Arbeiten bis zu den berühmten Gitterbildern mit den roten, gelben und blauen Farbflächen nach. Unter dem Titel "Piet Mondrian. Die Linie" sind bis zum 6. Dezember rund 50 herausragende Gemälde und Zeichnungen zu sehen, die meisten kommen aus dem Gemeentemuseum in Den Haag. "In der Ausstellung ist Mondrian als Mensch in Entwicklung zu erleben, als jemand im Werden und Sich-Wandeln", sagte Berliner Festspiele-Intendant Thomas Oberender vor der Eröffnung am Donnerstag.

Skandal erschüttert Filmfest in Venedig

Venedig.(dpa) Ein Film über den systematischen Missbrauch von Kindern durch katholische Priester hat die Zuschauer beim Filmfest Venedig aufgewühlt. "Spotlight" basiert auf wahren Begebenheiten und erzählt von Journalisten der US-Zeitung "The Boston Globe", die 2002 den jahrzehntelangen Missbrauch sowie das Wegschauen der Kirche und des Justizsystems aufdeckten. Dafür gab es später den Pulitzer Preis. "Spotlight" ist mit Michael Keaton, Rachel McAdams, Mark Ruffalo und Stanley Tucci prominent besetzt. Der Film läuft beim Festival außer Konkurrenz. Die Premiere stand für Donnerstagabend auf dem Programm.
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