Kulturnotizen Der Stoff aus dem Träume sind

Der Stoff der Uniform von Hauptdarsteller Ralph Fiennes wurde in Tirschenreuth gefertigt. Bild: dpa
Tirschenreuth.Die Komödie "Grand Budapest Hotel" von Wes Anderson erhielt in Los Angeles vier Oscars. Einen in der Kategorie "Bestes Kostümdesign". Die Kostüme für diesen Film stammen aus der Hand der italienischen Designerin Milena Canonero. Die Stoffe für die Uniformen der Angestellten des Hotels und des Hauptdarstellers Ralph Fiennes wurden in der Tuchfabrik Gebrüder Mehler in Tirschenreuth hergestellt.

Hierzu kam die verantwortliche Kostümbildnerin Stephanie Bruhn im Dezember 2012 für eine Woche nach Tirschenreuth. Sie begleitete die einzelnen Produktionsschritte und beurteilte vor Ort die Qualität der gefertigten Stoffe und erteilte die Freigaben. Hierzu waren Sonderschichten nötig, um den äußerst knappen Zeitplan einhalten zu können. Die Mitarbeiter des Unternehmens freuten sich, einen Beitrag zur nicht alltäglichen Auszeichnung geleistet zu haben.

Ausstellung im "Kerngebiet"

Coburg.(KNA) In Coburg ist der Vertrag für die 2017 dort stattfindende Bayerische Landesausstellung "Ritter, Bauern, Lutheraner. Süddeutschland um 1500" unterzeichnet worden. Sie wird auf der Coburger Veste und begleitend in der Stadtkirche Sankt Moritz stattfinden. Anwesend waren Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU), der oberfränkische Regierungspräsident Wilhelm Wenning und der Coburger Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD).

Nach Spaenles Worten ist die vom Haus der Bayerischen Gesichte vorbereitete Landesausstellung der zentrale Beitrag des Freistaats zur Luther-Dekade. Bayern und hier besonders Franken werde mittlerweile als zentraler Ort der Geschichte der Reformation und der katholischen Erneuerung im 16. Jahrhundert wahrgenommen und bilde zugleich die Geschichte des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation im Zeitalter der Reformation und Gegenreformation ab.

Tessmer nannte Coburg ein "lutherisches Kerngebiet" und kündigte an, dass zur Ausstellung ein buntes Programm angeboten werde. So seien ein mittelalterlicher Markt und ein Gauklerfest geplant. Dazu komme ein "reichhaltiges kulturelles Angebot" sowie eine thematisch abgestimmte Museumsnacht.

Inhaltlich werde die Ausstellung nicht nur Luther und seinen Aufenthalt in Coburg thematisieren, sagte der Projektleiter des Hauses der Bayerischen Geschichte, Peter Wolf. Herausgearbeitet werden sollen auch die Bezüge in die Gegenwart. Denn noch heute füllten Themen wie die Freiheit des Einzelnen, die Rolle von Religion und Konfession in der Welt die Zeitungen und Nachrichten, sagte Wolf.
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