Kulturnotizen "Jeder stirbt für sich allein"

Amberg.(nt/az) Vor mehr als 70 Jahren warfen Elise und Otto Hampel, ein Arbeiterehepaar aus Berlin-Wedding, NS-regimekritische Postkarten in fremde Briefkästen oder legten sie heimlich in Treppenhäusern aus. Von September 1940 bis zu ihrer Verhaftung im Oktober 1942 waren es mehr als 200 handgeschriebene Botschaften und Flugzettel mit ungelenken, aber eindeutigen Aufrufen zum Widerstand.

Das Schauspiel "Jeder stirbt für sich allein" nach dem Roman von Hans Fallada zeigt das Stadttheater Amberg am Montag, 2., und am Dienstag, 3. Februar, um jeweils 19.30 Uhr. Vor beiden Vorstellungen ist eine Einführung jeweils um 18.45 Uhr geplant. Karten bei der Tourist-Information Amberg (Telefon 09621/10-233) und an der Abendkasse.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.stadttheater-amberg.de

Hintergrund

Jury-Präsident Darren Aronofsky

Berlin.(dpa) US-Regisseur Darren Aronofsky ist der Präsident der Internationalen Jury der 65. Berlinale. Mit seinen Jury-Kollegen entscheidet er über die Gewinner des Goldenen und der Silbernen Bären.

Biografie: Aronofsky wurde am 12. Februar 1969 in New York in eine Lehrerfamilie geboren. Prägend war der streng jüdische Glaube der Familie. Nach dem Studium von Anthropologie, Film und Animation in seiner Heimatstadt besuchte er das renommierte American Film Institute in Los Angeles. Seit seinem erfolgreichen Regiedebüt 1998 mit "Pi" gehört er zu den bekanntesten US-amerikanischen Regisseuren der jüngeren Generation. Aronofsky lebt überwiegend in New York und in Los Angeles.

Seine bekanntesten Filme: "The Wrestler" (2008), "Black Swan" (2010), "Noah" (2014)

Auszeichnungen: Für seinen Debüt-Film "Pi" bekam Aronofsky den Preis für die beste Regie bei dem für den US-amerikanischen Nachwuchs wichtigen Sundance Film Festival. 2008 holte er den Goldenen Löwen, den Hauptpreis des Internationalen Filmfestivals Venedig, mit dem Drama "The Wrestler".

Besonderheiten: Aronofsky, der auch als Produzent arbeitet, ist ein von Fantasie und Schaffenskraft geradezu überschäumender Mann. Sein künstlerisches Interesse gilt nach eigenem Bekunden publikumswirksamen Filmen, die den dunklen Seiten der menschlichen Seele nachspüren.

Was ist zu erwarten: Aronofsky ist sicher offen für neue Ausdrucksmöglichkeiten und Experimente. Sein Votum dürfte allerdings vor allem Filmen mit kommerziellem Potenzial gelten.
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