Kulturnotizen Pilsen feiert München

Pilsen.(dpa) München als "leuchtende Kunstmetropole" ist das Thema einer Ausstellung, die am Mittwoch in der europäischen Kulturhauptstadt Pilsen eröffnet wurde. Der Bogen wird von den naturalistischen Gemälden der Münchner Schule bis zur Avantgardebewegung "Der Blaue Reiter" gespannt.

München sei im 19. Jahrhundert zum Treffpunkt einer internationalen Gruppe von Malern, Denkern und Lebemenschen geworden, erklärte Kulturhauptstadt-Programmdirektor Jiri Sulzenko. Zu sehen sind unter anderem Werke von Carl Theodor von Piloty und Wilhelm Leibl, von Wassily Kandinsky und Paul Klee. Ein Schwerpunkt gelte böhmischen und mährischen Malern, die zeitweise in München wirkten. Eine rege Zusammenarbeit habe es damals auch zwischen Münchner und Prager Kunstvereinen gegeben. Die Ausstellung ist bis 6. April in der Westböhmischen Galerie zu sehen.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.zpc-galerie.cz/de

Musikpreis für Eschenbach

München.(dpa) Der Dirigent Christoph Eschenbach bekommt dieses Jahr den renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis. Eschenbach sei eine künstlerische Ausnahmeerscheinung und ziehe nicht nur vom Dirigentenpult herab Orchester, Solisten und Publikum in seinen Bann, erläuterte die Ernst-von-Siemens-Musikstiftung. Er überzeuge dabei als Dirigent genauso wie als Pianist, heißt es.

Der 1940 in Breslau geborene Christoph Eschenbach stellte sein Leben in den Dienst der Musik. Eschenbachs Mutter starb bei der Geburt, der Vater wenige Jahre später in einem Strafbataillon an der Kriegsfront. Nach dem Krieg erkrankte er als Kind in einem Waisenhaus in Mecklenburg an Typhus. Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, eine Cousine der leiblichen Mutter, soll Eschenbach als Rettung empfunden haben. Die Sängerin und Pianistin brachte dem verstummten Kind die Musik nahe. Die Musik habe seinem Leben den Sinn zurückgegeben, sagt Eschenbach laut einer Mitteilung der Musikstiftung. "Ich bin deshalb dankbar, ganz in ihrem Dienst zu stehen." Die Auszeichnung für ein Leben im Dienste der Musik ist mit 250 000 Euro dotiert und wird Eschenbach am 31. Mai im Herkulessaal der Münchner Residenz überreicht.

Schausonntag in der Galerie Graf

Poppenricht. Einen Schausonntag gibt es am Sonntag, 1. Februar ,10 bis 18 Uhr, für Kunstliebhaber in der Galerie Graf (Häringloher Straße 12) in Poppenricht (Kreis Amberg-Sulzbach). Gezeigt werden Werke des Künstlerehepaares Graf in der Galerie. Die Kollektion umfasst Tierdarstellungen, Landschaftsbilder sowie Stillleben, Popart, surrealistische und abstrakte Werke sowie zahlreiche Miniaturgemälde.
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