Kulturnotizen Werksviertel-Wahl "engstirnig"

München.(dpa/lby) Der geplante Standort für den neuen Münchner Konzertsaal wird Orchester mit Weltrang nach Einschätzung des Bayerischen Musikrates (BMR) abschrecken. Die Umgebung des Werksviertels am Ostbahnhof trage internationalen Maßstäben an einen Spitzenkonzertsaal nicht im erwarteten Umfang Rechnung, kritisierte BMR-Präsident Thomas Goppel. Die Münchner Musikszene werde für die Weltspitze der Orchester Schritt um Schritt an Bedeutung verlieren. Die Entscheidung für das Werksviertel sei für einen "Standort mit Weltgeltung viel zu engstirnig und entwicklungshemmend". Der CSU-Politiker und frühere Kultusminister hätte ein Musikareal rund um die Paketposthalle im Westen der Stadt bevorzugt.

Konzert desEnsembles Kreuzer

Fockenfeld. (jr) Das "Ensemble Kreuzer" verzaubert am Sonntag, 20. Dezember (17 Uhr) die Zuhörer bei seinem mittlerweile traditionellen Weihnachtskonzert mit dem Motto "In kalter Wintersnacht" im Schloss Fockenfeld unter der Leitung von Brigitte Kreuzer. Die Sopranistin Julia Wagner und der Frauenchor singen a cappella und mit Instrumentalbegleitung traditionelle Lieder zur Advents- und Weihnachtszeit. In deutscher Sprache bietet der Chor den Zyklus "A Ceremony of Carols" von Benjamin Britten mit Harfenbegleitung. Kreisheimatpflegerin und Chorsängerin Monika Kunz stimmt mit besinnlichen Texten auf Weihnachten ein. Blockflötenspieler und Nachwuchssänger runden das Programm ab.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.chor-kreuzer.de

Boos erhält Preis für Debütroman

Hamburg.(KNA) Die Frankfurter Autorin Verena Boos (38) erhält den "Mara-Cassens-Preis für den ersten Roman" 2015 des Hamburger Literaturhauses. Ihr Erstling "Blutorangen" zeichne sich durch kluge Themenwahl und eine ebenso souveräne wie spannungsvolle Bändigung enormer Stoff-Fülle aus, hieß es zur Begründung. Der Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Das Buch erzählt von Verstrickungen des spanischen Franco-Regimes mit dem deutschen Nationalsozialismus und ihren Nachwirkungen. Im Mittelpunkt steht eine junge Spanierin, die 1990 nach Deutschland kommt und dort ein Geheimnis ihrer Familie erfährt. Boos studierte Anglistik und Soziologie in Konstanz und Glasgow und promovierte in Florenz. Sie lebte unter anderem in Italien und Spanien und arbeitet derzeit als Journalistin, Referentin und Autorin in Frankfurt. Die Auszeichnung wird seit 1970 verliehen und ist der höchstdotierte Preis für einen deutschsprachigen Debütroman.
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