Kulturnotizen Werner Fritsch: Hörspiel im Radio

Im unterägyptischen Abu Sir entdeckten Archäologen das Grab einer bisher unbekannten Königin. Bild: dpa
Waldsassen.(peg)"Aller Seelen", die neue Hörspielarbeit von Werner Fritsch, läuft am heutigen Mittwoch als Ursendung um 21 Uhr auf Radio HR2-Kultur. Darin geht es dem 1960 in Waldsassen geborenen Schriftsteller nicht um ideologische Positionen, sondern er beschreibt mit ebenso poetischen wie drastischen Mitteln den Sog der Gewalt, in dem jegliche gedankliche Differenzierung nichtig wird. Zur Handlung: US-Infanteristen stoßen am 16. April 1945 durch das württembergische Dorf Waldenburg vor. Der Nazi Geigenbauer wirbt um die junge Christa, doch die liebt Stephan. Eine lebensgefährliche Beziehung.

Christas Vater Lazarus wird von Geigenbauers Kumpanen vor den Augen seines kleinen Sohnes erschossen. Ein Jahr später im Konzentrationslager: Geigenbauer lässt seinen gekränkten Stolz an Christa und ihrem Geliebten aus. Wieder ein Jahr später, Allerseelen 1945, sieht Christa zu, wie Geigenbauer unter Aufsicht der Amerikaner Leichen aus einem Massengrab ausgräbt. Die Überlebenden sind von den Schrecken des Krieges für immer gezeichnet. Regisseur Götz Fritsch hat die Co-Produktion von HR und ORF mit einem Starensemble besetzt: Neben Elisabeth Orth sind auch Harald Krassnitzer und Cornelius Obonya zu hören.

Cranach-Schau in Wittenberg

Wittenberg.(dpa) Die Künstlerfamilie Cranach prägte mit ihren Werken das Bild von Luther und der Reformation. Zum 500. Geburtstag von Lucas Cranach dem Jüngeren (1515-1586) soll in Wittenberg eine große Ausstellung Leben und Schaffen des Malers beleuchten. Unter dem Titel "Entdeckung eines Meisters" werden vom 26. Juni bis zum 1. November mehr als 150 Exponate gezeigt. Es ist die erste große Ausstellung, die sich ausschließlich Lucas Cranach dem Jüngeren widmet.

"Unglaubliche Stimme Italiens"

Rom.(dpa) Der italienische Sänger und Liedermacher Pino Daniele ist im Alter von 59 Jahren gestorben. Der aus Neapel stammende Künstler erlag in der Nacht zum Montag einem Herzinfarkt, wie sein Manager Ferdinando Salzano der Nachrichtenagentur Ansa bestätigte.

Daniele war seit Beginn seiner Karriere in den 1970er Jahren mit einem Mix aus Jazz, Blues und Rock vor allem in Italien bekanntgeworden. Auch zahlreiche Kollegen drückten öffentlich ihr Mitgefühl aus. "Mein großer Freund, ich will mich an dich mit einem Lächeln erinnern", schrieb der Sänger Eros Ramazzotti auf Instagram. Regierungschef Matteo Renzi sagte: "Eine unglaubliche Stimme, nicht nur Neapels und des Südens, sondern ganz Italiens."
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