Kulturpreis des Bezirks an die Original Bauernsfünfer verliehen
"Zierde der Oberpfalz"

Ein Bussl für Uli Radl (Zweiter von rechts) gab es nicht von Dominik Niklas. Dafür den Kulturpreis aus den Händen von Bezirkstagspräsident Franz Löffler (links) und seinem Vize Lothar Höher (rechts). Bild: otj
Hemau/Edelsfeld. (otj) Ein Höhepunkt des Oberpfälzer Kulturlebens ging im Weismannstadl in Hemau (Kreis Regensburg) über die Bühne - die Verleihung der Kulturpreise des Bezirks Oberpfalz in den Sparten, Objektkunst und Installation, Kleinkunst sowie Neuer Heimatklang. Letztere Kategorie konnten die Original Bauernsfünfer aus der Gemeinde Edelsfeld für sich entscheiden.

Sie segeln unter blauweißer Totenkopf-Flagge, echte musikalische Freibeuter, die nicht nur die Bühne, sondern auch das übrige Mobiliar des Weismannstadls und die Herzen des Publikums enterten. Melodien zwischen Blasmusik, Hiphop und Cha-Cha-Cha, Texte zwischen Dorffest und Dada. Ein furioser Mix, mit dem sie dem Abend auch musikalisch ihren Stempel aufdrückten.

Laudator Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher betonte die Bedeutung von Dialekt und Musik. "Beide sind entscheidend, wenn es darum geht, die Region zu fassen und näher zu beschreiben." Kaum eine Mundart sei so lautmalerisch wie das Oberpfälzische. Auch ohne Musikbegleitung trage der Dialekt bereits Melodie und Rhythmus in sich. Bei der Ausschreibung zum diesjährigen Kulturpreis habe man die weite musikalische Bandbreite der Region in dem Begriff Neuer Heimatklang zusammengefasst. Dabei wollten die Juroren zum einen für möglichst viele Kulturschaffende auf diesem Gebiet offen sein, zum anderen aber auch den Heimatbezug betonen.

Höher pries die hohe Qualität des Duetts, das auf einer guten musikalischen Ausbildung beruhe. Der 34-jährige Diplom-Klarinettist Dominik Niklas und der Sonderschul-Konrektor Uli Radl spielten seit der frühesten Jugend zusammen - zunächst an der Sing- und Musikschule Sulzbach-Rosenberg, später auch in diversen anderen Bands und Projekten.

Innerhalb von nur drei Monaten hätten sich die Bauernsfünfer ihr erstes Programm erarbeitet. 2012 hätten sie mit Bagger Digger ihre erste CD vorgelegt, der 2014 mit Leibspeis rasch eine zweite gefolgt sei. An der dritten werde gearbeitet. Viel Lob gebe es dafür von den Medien. Ein renommiertes Musikmagazin habe Ulrich Radl und Dominik Niklas bereits als "Zierde der Oberpfalz" gefeiert, "die eine besondere Art der Heimatpflege betreiben. Dem gibt es nichts hinzuzufügen", sagte Höher.
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