Leipziger Buchpreis
Auszeichnung für Historiker Heinrich August Winkler

Leipzig. Der Historiker Heinrich August Winkler erhält den mit 20 000 Euro dotierten Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung 2016. Die Auszeichnung werde dem 76-Jährigen für seine vierbändige "Geschichte des Westens" verliehen, teilte das Kulturamt der Stadt am Donnerstag mit.

"Mit seiner souveränen Kunst, Analyse und Erzählung zu verbinden und die Vielfalt der Aspekte in eine überzeugende Synthese zu integrieren, leistet er einem breiten, historisch interessierten Publikum wertvolle Orientierungshilfe", begründete die Jury unter anderem ihre Wahl.

Winkler ist seit Jahrzehnten einer der renommiertesten Historiker in Deutschland. Er wurde 1938 in Königsberg (heute Kaliningrad) geboren. Von 1991 bis zu seiner Emeritierung 2007 lehrte er an der Humboldt-Universität in Berlin. Am 8. Mai dieses Jahres hielt er die zentrale Gedenkrede im Bundestag zum 70. Jahrestag des Kriegsendes. Die "Geschichte des Westens" schloss er in diesem Jahr mit dem Band "Die Zeit der Gegenwart" ab. Ihm gingen seit 2009 die Bände "Von den Anfängen in der Antike bis zum 20. Jahrhundert", "Die Zeit der Weltkriege. 1914-1945" und "Vom Kalten Krieg zum Mauerfall" voraus.

Die Preis wird anlässlich der Eröffnung der Leipziger Buchmesse am 16. März 2016 im Gewandhaus verliehen. Die Laudatio hält der Historiker, Publizist und Schriftsteller Volker Ullrich.

Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung wird seit 1994 jährlich vergeben und zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Das Preiskuratorium bilden das Land Sachsen, die Stadt Leipzig, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und die Leipziger Messe. In diesem Jahr war der rumänische Autor Mircea Cartarescu ausgezeichnet worden.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.