Leserbrief zum Ausschluss geschiedener Katholiken von den Sakramenten
Katholische Kirche: Verdammnis für die Geschiedenen

Zum Artikel "Schwere Bürde für Geschiedene":

Wie in dem Bericht zu lesen war, ringt die Katholische Kirche um einen neuen Kurs. Die Deutsche Bischofskonferenz konnte nach ihrer Tagung in Hildesheim noch keine Antwort darüber geben, ob sie weiterhin zahlreiche katholische Gläubige von Gott ausschließt, oder vielleicht nur den betrogenen Ehemännern die Teilnahme an der Kommunion gewähren wird. Was ist mit den betrogenen Ehefrauen? Es sind nicht wenige und es werden immer mehr, die daran zweifeln, dass sich die katholische Kirche nicht immer daran hält, was die Evangelien verkünden.

Geschiedene und wiederverheiratete Katholiken von den Sakramenten auszuschließen, heißt, so das Dogma der katholischen Kirche, dass auf diese die ewige Verdammnis wartet, da ihnen dadurch das Sakrament der Beichte und somit die Vergebung ihrer Sünden verwehrt werden.

Niemand hat das Recht und die Macht, Menschen von Gott auszuschließen, schon gar nicht jene, die dazu berufen sind, Menschen Gott näher zu bringen. Jene aber, die Kinder verführen bzw. verführt haben, dazu gehören auch einige Priester und Mönche, dürfen an den Sakramenten teilnehmen. War da nicht einmal die Rede von einem Mühlstein um den Hals?

Die Rettung der Ehebrecherin vor der Steinigung durch Jesus zeigt, dass Gott allen verzeiht, die ihre Sünden bereuen. Das gilt also auch für geschiedene und wiederverheiratete Katholiken. Diese aber werden von der Bischofskonferenz in Hildesheim als Sünder behandelt, denen man das Sakrament der Beichte und somit eine Kommunion nicht gewähren kann. Werden nach den "Zehn Geboten Gottes" allen die Vergebung ihrer Sünden verwehrt, die diese Gebote nicht einhalten oder nur jenen, die gegen das Gebot "Du sollst kein fremdes Weib neben dir haben" verstoßen? Darüber sollte auch einmal die Bischofskonferenz bei einer ihrer Tagungen nachdenken!

"Wer ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein," daran hat sich auch die Katholische Kirche zu halten, wenn sie wieder einmal den Stab über geschiedene und wiederverheiratete Katholiken und über andere gläubige Katholiken bricht.

Hermann Michl, Pullenreuth
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.