Marie Müller spielt eine Hauptrolle im Donum-Vitae-Film
Kleiner Fernsehstar ganz groß

Dürfen wir vorstellen: Das ist Marie Müller, drei Jahre, aus Luhe. Sie spielte in dem Imagefilm "Du bist ein Geschenk" der Beratungsstelle Donum Vitae eine der Hauptrollen. Auf dem Computer hat sie sich das Video noch einmal angesehen. Mit ihrem Film-Papa Janosch Kapitány hat sie sich gut verstanden. Bild: esc
Luhe/Weiden. (esc) Sie ist vielleicht die nächste Marlene Dietrich, die nächste Grace Kelly, die nächste Marilyn Monroe: Marie ist erst drei Jahre und hat schon mehr Kameraerfahrung als so mancher Nachwuchsschauspieler. Das kommt nicht von ungefähr.

Marie Müller aus Luhe ist ein kleiner Star. Sie hatte eine der Hauptrollen für einen Imagefilm von Donum Vitae. Die Schwangeren-Beratungsstelle hat für eine Kampagne zwei Filme von der Weidener Firma "Der bewegte Blick" drehen lassen.

Und in einem davon spielt die Dreijährige mit. "Das Kamerateam hat ihr Naturtalent bescheinigt", erzählt Mama Johanna Müller stolz. Marie kann sich nicht mehr so recht an die Aufnahmen erinnern. "Das ist schon ein bisschen her", sagt ihre Mama. Der Film wurde bereits im April letzten Jahres abgedreht.

"Kann nicht Nein sagen"

Das Schauspiel-Talent scheint in der Familie zu liegen: Maries Onkel und die Cousine ihrer Mama haben bereits in verschiedenen Gruppen Theaterluft geschnuppert. Laut Mama Johanna hat sich Marie von den Kameras gar nicht beeindrucken lassen und sei "ganz cool" gewesen. Egal welche Anweisungen ihr die Kameramänner gegeben hätten, Marie habe sie immer zuverlässig ausgeführt.

Weil Johanna Müller bereits durch den Kurs "Sicher und geborgen im Leben" Kontakt zu Donum Vitae hatte, hat sich auch die Gelegenheit für den Film ergeben. Elisabeth Schieder, Leiterin der Beratungsstelle in Weiden, hat bei Familie Müller angefragt, ob sie nicht beim Film mitspielen möchte. "Ich habe ganz spontan ja gesagt", erzählt Johanna Müller. "Ich kann nie Nein sagen, wenn ich gefragt werde, ob ich nicht für einen guten Zweck etwas machen möchte."

Langer Drehtag

"Ich finde, das ist die beste Möglichkeit, jemanden zu erreichen", sagt sie weiter. "Ich unterstütze sowas immer gern." Im März kam dann der Anruf der Produzenten und im April ging es los mit dem Dreh. Einen ganzen Tag lang war Marie mit ihrer Mama unterwegs. Von morgens neun Uhr bis abends sechs Uhr stand die damals Zweijährige für den etwa fünfminütigen Film vor der Kamera - ohne zu murren. "Ich glaube, sie hat das wirklich als Spiel empfunden", erinnert sich die Versicherungskauffrau.



Alle haben zusammengeholfen, damit alles reibungslos klappt. Ein Mitglied der Produktionsfirma stellte seine Wohnung zur Verfügung, Johanna Müller organisierte einen Raum, in dem die Szenen in der Krippe gedreht wurden. Danach ging es in den Park bei der Max-Reger-Halle nach Weiden.

Außerdem hat die 33-Jährige noch ein paar Freundinnen samt Kinder organisiert, die für eine volle Kinderkrippe sorgten. Und dann durfte Mama Johanna auch noch vor die Kamera: Weil eine der eingeplanten Schauspielerinnen krank geworden war, übernahm sie den Part der Erzieherin, die die Kinder im Film beaufsichtigt.

Geduldiges Team

Zuerst seien die Szenen in der Krippe gedreht worden. "Das hat relativ lange gedauert. Das lag aber nicht an den Kindern, sondern viel mehr an der Technik", lacht Johanna Müller. Sie lobt auch die Arbeit des Kamerateams, das mit Töchterchen Marie und den anderen Buben und Mädchen sehr geduldig gewesen sei. Auch Film-Papa Janosch: "Er hat in den Pausen immer mit ihr gespielt und sich mit ihr beschäftigt." Dafür war Marie anscheinend dankbar und war nach Aussage ihrer Mama "ganz vernarrt" in den Film-Vater.

An eines kann sich Marie noch genau erinnern: Kanpitány hat ihr gezeigt, wie Pusteblumen funktionieren. "Er hat immer so gemacht", erzählt sie und fängt an zu pusten. Dass sie einen ganzen Tag mit Marie unterwegs sein konnte, hat sie auch ihren Schwiegereltern zu verdanken: Die haben in der Zwischenzeit auf die kleine Schwester Juliane aufgepasst.

Tagelang habe Marie noch von ihrem Film-Papa gesprochen und gefragt: "Wann kommt Janosch wieder?" Vielleicht sehen sich die beiden ja beim nächsten Dreh wieder. Dann eventuell bei den Dreharbeiten für "Der blonde Engel", "Über den Dächern von Luhe" oder "Naab ohne Wiederkehr".
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