Max-Ophüls-Preis 2015 geht an Film aus der Schweiz
Sieg mit "Chrieg"

Der Schweizer Regisseur Simon Jaquemet ("Chrieg") nach der Preisverleihung des 36. Max Ophüls Preises in Saarbrücken. Bild: dpa
Der Max-Ophüls-Preis für den besten deutschsprachigen Nachwuchsfilm geht in diesem Jahr an den Film "Chrieg" des Schweizer Regisseurs Simon Jaquemet. Das kraftvolle und packende Erstlingswerk überzeuge auf Anhieb mit seiner "Wucht, Klarheit und Authentizität", urteilte die Jury bei der Preisvergabe am Samstagabend in Saarbrücken.

In dem Film geht es um vier rebellische und gewalttätige Jugendliche, die es in eine Berghütte verschlagen hat. Die Schauspieler sind überwiegend Laiendarsteller. Der Preis ist mit 36 000 Euro dotiert und soll Nachwuchsregisseure im deutschsprachigen Raum fördern. Er ist benannt nach dem aus Saarbrücken stammenden Regisseur Max Ophüls.

"Chrieg" heimste auch die Auszeichnung in der Kategorie Bester Nachwuchsdarsteller ein: Benjamin Lutzke bekam den Preis für seine Darstellung der 15-jährigen Hauptfigur Matteo. Als beste Nachwuchsdarstellerin wurde Lore Richter für ihre Rolle als Li Holländer in dem Film "In uns das Universum" geehrt. Diese beiden Preise sind jeweils mit 3000 Euro dotiert.

Der Preis der saarländischen Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer in Höhe von 5500 Euro ging an an Karim Patwa für den Film "Driften". Insgesamt wurden bei der Preisverleihung 15 Auszeichnungen mit einem Gesamtwert von 110 000 Euro vergeben.

Das Filmfestival Max Ophüls Preis gilt als eines der wichtigsten Foren für Nachwuchsregisseure aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Rund 90 Prozent der 65 Wettbewerbsfilme waren Erstaufführungen. In diesem Jahr waren insgesamt 158 Filme in den Saarbrücker Kinos zu sehen.
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