Mit Bauchgefühl zum Comeback

Sasha geht wieder auf Tour - unter anderem in Nürnberg. Nicht unter seinem Rockabilly-Pseudonym "Dick Brave", sondern als er selbst - als Popsänger Sasha. Bild: dpa

Ein neues Album, eine Tour nach längerer Pause - und seit dem Sommer frisch verheiratet: Der Popsänger Sasha (43) sprüht zum Jahresausklang vor Tatendrang und ist gleich in mehrfacher Hinsicht unter neuem Namen wieder zurück.

Nach dem Fokus auf das Parallelprojekt Dick Brave ist Sasha höchstpersönlich wieder da. Wie war die "Auszeit vom eigenen Ich"?

Sasha: Obwohl diese Pause ja nicht geplant war, vor allem nicht, wie lange sie dauern sollte, hat sie doch gut getan. Besonders was die Lust auf ein neues Sasha-Album angeht. Zuerst war ja noch ein weiteres Dick-Brave-Album in Planung. Allerdings habe ich während des Songwritings gemerkt, dass ich mich sehr stark wieder in Richtung Sashabewege. Da musste ich auf meinen Bauch hören und mir selbst den Vortritt lassen. Ja, auch wenn es sehr viel Spaß macht, leicht ist es nicht immer mit einem oder mehreren "Ichs". (grinst)

Trennen Sie die beiden Bühnenfiguren weiter strikt oder wird Ihr Alter Ego in irgendeiner Form auf der Tour mit von der Partie sein ?

Sasha: Leider nein. Ich habe zwar mit dem Gedanken kurz gespielt und vielleicht wird es irgendwann in Zukunft Features oder gar Doppelkonzerte von Sasha und Dick Brave geben. Da ich aber ja fast sieben Jahre nicht da war, muss diese Tour ganz im Zeichen von "The One" stehen.

Wie würden Sie ihre musikalische Entwicklung in "The One" beschreiben? Gibt es einen Song, der Ihnen besonders am Herzen liegt?

Sasha: Normalerweise sagt man über seine Songs immer, dass das alle "meine Babys" sind - und das stimmt auch. Aber in diesem speziellen Fall gibt es wirklich einen Titel, der mein momentanes Gefühl und meine Situation widerspiegelt. Und der gleichzeitig dafür verantwortlich ist, dass das Album so klingt, wie es klingt. "The One" ist nicht ohne Grund der titelgebende Song.

Eine Hommage an den einen geliebten Menschen also. Da liegt die nächste Frage nahe: Wie fühlt man sich so als frischgebackener Ehemann mit neuem Doppelnamen, Herr Sasha Röntgen-Schmitz?

Sasha: Vorneweg, es fühlt sich super an, verheiratet zu sein. Hätte ich selber nie gedacht, aber ich kann es jedem, der meint, den oder die Richtige/n gefunden zu haben, nur wärmstens empfehlen. Eigentlich wollten wir beide den Doppelnamen tragen, aber das ist leider in Deutschland nicht möglich.

Da ich Julias Familie sehr ins Herz geschlossen habe, ist es mir eine Ehre und Vergnügen diesen Namen tragen zu dürfen.

Die richtige Hochzeitsfeier soll ja erst 2016 stattfinden. Kann man schon etwas darüber verraten?

Sasha: Julia und ich haben immer davon geträumt, mal ein Riesenfest auszustatten. Was für eine Gelegenheit bietet sich besser an, als unsere Hochzeit? Nächstes Jahr im September ist es soweit, da werden wir uns vor allen Freunden und der Familie ein weiteres Mal das Ja-Wort geben.

Zuvor geht es auf die Club-Tour. Worauf dürfen sich die Fans beim Konzert in Nürnberg freuen?

Sasha: Zuerst mal auf viel Musik vom neuen Album, aber natürlich auch auf viele - ich sag jetzt mal vermessen - "Klassiker" aus meiner Laufbahn. Von "If You Believe" bis "Good Days" ist einiges dabei.

Gibt es mit der Stadt eine persönliche Verbindung?

Sasha: Abgesehen davon, dass mein Manager, den ich schon seit 20 Jahren kenne, aus Nürnberg kommt, habe ich, ehrlich gesagt, keine besondere Beziehung zu der Stadt, außer, dass ich hier schon einige Konzerte geben durfte. Ich erinnere mich gerne daran, wir hatten immer eine gute Zeit. Deshalb freu' ich mich ganz besonders, bald wieder ein bisschen fränkische Lebensfreude mitnehmen zu können.

Welche aktuellen Projekte stehen neben der Tour an?

Sasha: Mit Sicherheit das ein oder andere TV-Event und wenn alles gut läuft, dann vielleicht sogar in absehbarer Zukunft die eigene Show ... (lächelt vielsagend). Wir arbeiten auf alle Fälle dran.

Was wünschen Sie sich privat für die Zukunft? Gibt es etwas, was Sie unbedingt mal machen wollen?

Sasha: Ehrlich gesagt sind mir schon ziemlich viele Wünsche erfüllt worden, aber einmal um die Welt reisen ohne Termine, das würde ich gerne irgendwann mal machen.

In gut 50 Tagen ist Weihnachten, die Lebkuchen liegen gefühlt seit Wochen in den Geschäften. Ist rund um das Konzert am Mittwoch, 2. Dezember, ein Abstecher zum Nürnberger Christkindlesmarktgeplant? Wie feiern Sie Weihnachten?

Sasha (augenzwinkernd): Wenn es die Zeit zulässt, ist der Christkindlmarkt natürlich Pflicht. Da wir die ganze Familie dieses Jahr eingeladen haben, wird der Weihnachts-Wahnsinn diesmal bei uns zu Hause stattfinden ... Wir freuen uns!
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2015 (9608)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.