München.
Kulturnotizen Ai Weiwei darf zurück nach China

(epd) Der regierungskritische chinesische Aktionskünstler Ai Weiwei kann nach seiner Europareise wieder in sein Heimatland zurückkehren. Die chinesischen Behörden hätten ihm die Einreise mit den Worten "Sie sind ein freier Mensch" ausdrücklich erlaubt, sagte der 57-Jährige der "Süddeutschen Zeitung". Nachdem der Künstler überraschend seinen Reisepass zurückbekommen hatte, flog er am Donnerstag nach München. Die Restriktionen vonseiten der chinesischen Regierung würden immer lockerer, erklärte Ai Weiwei. Solange er sich nicht kritisch in die Politik einmische, dürfe er künstlerisch tätig sein, habe die staatliche Zeitung "Global Times" geschrieben. In den letzten Monaten habe er fünf Ausstellungen in China gehabt, welche die chinesische Regierung genau beobachtet habe.

Campen für ein Hamlet-Ticket

London.(dpa) Mehrere Fans des britischen Schauspielers Benedict Cumberbatch (39) haben in der Nacht zum Mittwoch vor dem Londoner Barbican Centres campiert, um ein Ticket für die Hamlet-Inszenierung mit ihm in der Hauptrolle zu ergattern. Für nur zehn Pfund verkauft das Kulturzentrum pro Tag 30 Karten für die Aufführung am selben Abend, sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Tickets, die Fans im regulären Vorverkauf erstanden haben, werden Medienberichten zufolge für mehr als 1000 Pfund (1500 Euro) gehandelt. Cumberbatch ist ab sofort bis Ende Oktober auf der Bühne im Barbican Centre zu sehen.

Historischer Fund aus der Kriegszeit

Aussig.(dpa) 70 Jahre nach der Vertreibung haben Historiker im tschechischen Libouchec einen historischen Fund gemacht. Eine deutsche Familie hatte ihre und anderer Leute Habseligkeiten in einem geheimen Versteck im Dach ihrer Villa verborgen. Dort lagen sie unberührt, bis der Sohn der Familie nun das Geheimnis verriet. Die mehr als 100 Päckchen werden nun im Stadtmuseum Aussig (Usti) geöffnet. "Das ist eine große Bereicherung für unsere Sammlung", teilte Museumsdirektor Vaclav Houfek am Mittwoch mit. Als bislang wichtigster Fund gilt ein Landschaftsgemälde des Malers Josef Stegl (1895-1966) aus Decin. Unter den Fundstücken sind Alltagsgegenstände wie Schulhefte der Kinder, Einmachgläser und Damenhüte, aber auch Zeitungen aus der Kriegszeit und eine Geschenkausgabe von Hitlers Hetzschrift "Mein Kampf".
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